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Wizz Air nimmt Westeuropa ins Visier

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Flughafen Wien-Vorstand Julian Jäger und Wizz CEO Jozef Varadi mit Hostessen, © Flughafen Wien - Robert Fritz
WIEN - Wizz will`s wissen: mit Stationierung von drei Airbus-Jets in Wien peilt Osteuropas Marktführer erstmals westeuropäische Märkte an. Bis 2026 will Wizz Air ihr Angebot verdreifachen, erklärte Airlinechef Jozef Varadi am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Wien.

Nach London-Luton im letzten Sommer startet Wizz Air im Juni 2018 am Airport Wien ihre zweite Basis in Westeuropa mit einem Mix an niederfrequenten Nischendiensten zu Zielen in West- und Osteuropa.

Den Anfang macht ein 186-sitziger Airbus A320, der ab dem 14. Juni aus Wien zunächst fünf Ziele anfliegen wird: Bari, Malta, Rom, Valencia und Tel Aviv. Bereits ab dem 27. April nimmt Wizz Air von ihren Standorten Danzig, Tuzla und Varna Kurs auf Wien.

Im November folgen zwei Airbus A321 mit 230 Sitzen und neun weitere Ziele wie Bergen, Billund, Dortmund, Kutaisi (Georgien), Larnaca, Nis (Serbien), Ohrid (Mazedonien), Teneriffa und Thessaloniki. Sieben der 17 Wizz Air-Ziele sind neu am VIE, auf fünf Strecken flog zuletzt auch Niki. Für den Flughafen Wien steigt damit auch wieder die Zahl der Osteuropaziele - um fünf auf 39 Destinationen.

Auf bis zu 69 wöchentlichen Verbindungen bietet Wizz Air im Gesamtjahr 2018 am VIE eine Kapazität von 480.000 Sitzen an. Für 2019 rechnet die Airline in Wien bereits mit 1,5 Millionen Passagieren. Wizz sucht in Stellenanzeigen bereits Flugpersonal für die neue Basis.

Der Aufbau einer eigenen Basis in Wien erfolge unabhängig von der nur 60 Kilometer entfernten Wizz Air Station in Bratislava, erklärte Varadi aero.de am Rande der Pressekonferenz. Bis auf London-Luton bedient Wizz Air ab Bratislava BTS ausschließlich Ziele in Osteuropa, darunter Kiew-Zhulyany, Sofia und Warschau-Modlin.

Verdreifachung der Flotte

Die Ankündigung einer Expansion auf paneuropäische Märkte erfolgt nur wenige Tage nach dem Abschluss einer Bestellung von weiteren 146 Einheiten der Airbus-Reihe A320neo (72) und A321neo (74). Bis 2026 rechnet Wizz Air mit einer Flottenstärke von 282 Maschinen und einer Jahreskapazität für deutlich über 100 Millionen Passagiere.

Im Jahr 2017 gingen 28 Millionen Passagiere an Bord eines Wizz Air-Flugzeugs, um 28 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Das dritte Jahr nach ihrem Börsengang schloss der ungarische Carrier mit einem Reingewinn von 246 Millionen EUR ab. Das Ergebnis lag damit um 27,5 Prozent über dem Finanzjahr 2016.

Trotz voller Kasse war ein Angebot für Teile der Air Berlin-Gruppe jedoch kein Thema. Wizz Air verfüge für ihr geplantes Wachstum über genügend eigene Ressourcen und konzentriere sich auf organisches Wachstum ihrer Punkt-zu-Punkt-Verkehre, erklärte Varadi.
© Bob Gedat, aero.at | Abb.: Wizz Air | 09.01.2018 14:57


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