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Mexikanische Airline weidet vier Sukhoi Superjet aus

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Suchoi Superjet 100 der mexikanischen Fluglinie Interjet, © SuperJet International

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MEXIKO-STADT - Interjet legte 2017 vier ihrer 22 Sukhoi Superjet 100 still. Erst hielten Verzögerungen bei der Wartung von Powerjet SaM146 Triebwerken die russischen Regionaljets am Boden. Mittlerweile dienen die erst wenige Jahre alten Flugzeuge als Ersatzteilspender für den Rest der Flotte.

Seit mindestens fünf Monaten und teils deutlich länger sind die XA-JLG, XA-JLV, XA-BVM und XA-PBA nach Daten von "Flightglobal" nicht mehr geflogen. Jetzt gehen die SSJ100 aus den Produktionsjahren 2013 bis 2015 offenbar in den Rückbau und werden vom ihren Artgenossen "kannibalisiert". Hat sich Interjet mit dem Superjet verplant?

Zumindest waren die SSJ100 vor fünf Jahren ein günstiger Kauf - vergleichbare Jets von Embraer oder Bombardier wären laut Interjet doppelt so teuer in der Anschaffung gewesen. Interjet betreibt die SSJ100 neben 50 Airbus A320 und sechs A321. Interjet ist nach Aeroflot, die seit Dezember 35 SSJ100 einsetzt, der zweitgrößte Verwender des Superjet.

Wartung und Ersatzteilversorgung gestalteten sich allerdings deutlich zäher als erwartet, räumt Interjet-Chef Jose Luis Garza ein.

##chaviation[4O]## Nachdem die russische Zivilluftfahrtbehörde Rosaviatsia im Dezember 2016 an Leitwerken einiger SSJ100 eine vorzeitige Materialermüdung feststellte und zum Grounding riet, forderten zahlreiche Interjet-Passagiere das Management auf, dauerhaft auf die Flugzeuge zu verzichten.

Interjet stieg nach ihrer Gründung 2005 mit einem Günstigmodell 2011 zum zweitgrößten mexikanischen Fluganbieter hinter Aeromexico auf. In den Folgejahren rang der Ultragünstigflieger Volaris Interjet jedoch Marktanteile ab. Aeromexico holte mit Delta zeitgleich einen finanzkräftigen Partner an Bord.

Garza will die Stilllegung der vier Superjet nicht als Symptom klammer Kassen bei Interjet verstanden wissen. Interjet suchte 2017 Investoren und Partnerairlines in den Vereinigten Staaten, eine Ankündigung gab es allerdings nicht.
© aero.de, Bloomberg News | Abb.: Interjet | 15.01.2018 15:48

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Beitrag vom 16.01.2018 - 06:45 Uhr
@Herr von Düsentrieb
Tja das ist natürlich schon scheiße wenn man um genau sowas zu verhindern extra viele westliche Zulieferer einbindet und dann . . .


Das Cfk "Mittelteil" der Tragflächen wurde übrigens von der wunderbaren Firma Diamond entwickelt und gefertigt.

"... an Leitwerken einiger SSJ100 eine vorzeitige Materialermüdung feststellte..." - mit Tragfläschen sind die "Flügel" gemeint. Leitwerk ist hintenrum.
Naja, Ohain kommt ja auch eher vom Triebwerk ... 😁

Ich meinte die Tragflächen sie Schlaumeier (das Leitwerk hat so eine Art von Mittelteil garnicht) - das hab ich nur so erwähnt weil ich ein Fan dieser Firma bin.
Beitrag vom 16.01.2018 - 06:41 Uhr
Innerhalb so kurzer Zeit die Flugzeuge zu verschrotten zeigt, dass es beim Kauf nicht auf den Preis alleine ankommt. Ich bin gespannt, ob den Hersteller das nicht noch einholt und Stornierungen kommen. Rechnen wird sich der Flieger für Interjet kaum noch.

Diamond hat meines Wissens nach bei Sukhoi keinerlei Beteiligung, sondern am Irkut MC-21

Ja ich glaube sie haben recht mit der MC-21 sry.
Beitrag vom 16.01.2018 - 00:33 Uhr
Innerhalb so kurzer Zeit die Flugzeuge zu verschrotten zeigt, dass es beim Kauf nicht auf den Preis alleine ankommt. Ich bin gespannt, ob den Hersteller das nicht noch einholt und Stornierungen kommen. Rechnen wird sich der Flieger für Interjet kaum noch.

Diamond hat meines Wissens nach bei Sukhoi keinerlei Beteiligung, sondern am Irkut MC-21


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