Lufthansa
Älter als 7 Tage

Des Kranichs neue Kleider

FRANKFURT - Mit einem komplett überarbeiteten Markendesign bricht die Lufthansa zu neuen strategischen Zielen auf. Der Konzern belege derzeit sämtliche Kapazitäten in Europa, um Flugzeuge umzulackieren, sagte Konzernchef Carsten Spohr am Mittwoch in Frankfurt.

Neben dem starken Wachstum der Billigtochter Eurowings müssen auch die Flugzeuge der Kernmarke Lufthansa auf das erstmals komplett vorgestellte neue Design umlackiert werden. Dieser Prozess bei Lufthansa werde voraussichtlich sieben Jahre dauern, weil man die normalen Fristen für Neulackierungen nutze.

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Lufthansa Boeing 747-8, © Lufthansa

Zum Festakt waren eine Boeing 747-8 und eine Airbus A321 im neuen Look zu sehen, der auch eine neue Form des 100 Jahre alten Kranich-Symbols zeigt.

Zum Ende des Jahres sollen bereits 40 Jets das neue Kleid tragen, das wegen der am Rumpf fehlenden Grundfarbe Gelb für einige Diskussionen in den sozialen Netzwerken gesorgt hatte. Die Farbe bleibe aber insbesondere an Punkten der Interaktion mit den Kunden wie an den Schaltern erhalten und werde gezielter eingesetzt, sagte Marketing-Chef Alexander Schlaubitz.

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Lufthansa Boeing 747-8, © Lufthansa

Man habe Kunden, Aktionären und Mitarbeitern in drei harten Sanierungsjahren Einiges zugemutet, erklärte Spohr. Dafür habe der Konzern 2017 das beste Geschäftsjahr seiner Geschichte erlebt. Zahlen sollen im März genannt werden. Und: "Unsere Kerngesellschaft, die Lufthansa, ist wieder in Bestform." Die neue Markenwelt sei für ihn das I-Tüpfelchen der Modernisierung, meinte Spohr.

Zum Feiertag passte der Umstand, dass Lufthansa mit der Gewerkschaft Verdi einen langfristigen Tarifvertrag für die rund 30.000 Beschäftigten der Bodendienste vereinbart hat. Sie sollen in einer ersten Stufe rückwirkend ab dem 1. Februar 3 Prozent mehr Geld bekommen.

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Lufthansa Airbus A320, © Lufthansa

Eine zweite Stufe zum 1. Mai 2019 beträgt ebenfalls 3 Prozent, ist aber an den wirtschaftlichen Erfolg der jeweiligen Teilgesellschaften gekoppelt, wie beide Seiten mitteilten. Würden die vereinbarten Ziele etwa bei der Frachtgesellschaft Lufthansa Cargo oder der Catering-Tochter LSG verfehlt, stiegen die Gehälter in der zweiten Stufe dort nur um 1,8 Prozent.

Die Laufzeit beträgt 33 Monate bis Ende September 2020. Auch mit den Piloten und Flugbegleitern hat die Gesellschaft langfristige Tarifverträge geschlossen.

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Lufthansa Boeing 747-8, © Lufthansa

Die Plattform Eurowings, auf der mehrere Gesellschaften Flüge anbieten, soll noch in diesem Jahr mit mehr als 200 Fliegern zum drittgrößten Anbieter von Punkt-zu-Punkt-Verkehren in Europa werden. Dafür hat man rund 70 Flugzeuge aus dem Erbe der Air Berlin erworben, die nun umlackiert werden müssen.

"Inzwischen haben sich auch rund 80 Prozent der Crews bei uns beworben", sagte Spohr. Er rechne nach dem Marktaustritt der Air Berlin mit einem umso härteren Wettbewerb mit besser aufgestellten Konkurrenten. Die Kapazitäten der Air Berlin würden "zu 110 Prozent" ersetzt.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Lufthansa | 08.02.2018 07:21

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Beitrag vom 21.02.2018 - 19:45 Uhr
Der neue Anstrich gleicht tatsächlich dem eines Low Cost Carriers. Ich vermute einfach mal dass das eine Anspielung auf die nächsten Gehaltsverhandlungen mit den Piloten sein könnte. LCC Livery = LCC Personal.
Beitrag vom 12.02.2018 - 10:53 Uhr
Schauen Sie sich da mal um. Mercedes hat das Logo in regen Abständen immer wieder verändert. Es ist seit langer Zeit der Stern, ja, das Drumherum hat sich aber geändert.
Bei LH bleibt der Kranich auch, nur die Farbe und die Form wurden überarbeitet.

Weder die Welt noch die Lufthansa geht von dem Wechsel unter. Der große Entwurf der sofort überzeugt scheint es mir auch nach einigen Tagen Überlegung nicht zu sein. So ganz ohne Bedeutung ist die Farbe dann auch nicht.
Im direkten Umkehrschluß: Der silberne Mercedesstern auf der Motorhaube gefällt mir gut. In Gelb würde ich ihn sofort abmontieren.

Dieser Beitrag wurde am 12.02.2018 10:53 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 12.02.2018 - 10:40 Uhr
Habe beide Flugzeuge am Wochenende in FRA gesehen. Ob das neue Kleid nun schön ist oder nicht ist Geschmackssache und möge jeder selber für sich entscheiden.
Auch bin ich der Meinung, es war an der Zeit die Lackierung zu überarbeiten.
Fakt für mich ist jedenfalls:
Mit dieser Lackierung ist das Flugzeug von etwas Entfernung nicht mehr als Lufthansa zu erkennen. Es verschwindet in der Masse. Das alte Leitwerk war selbst am Himmel gut als Lufthansa zu erkennen.
Auch im Ausland bei der Anfahrt zum Flughafen, hat man eine Lufthansa Maschine schon aus großer Entfernung gut erkannt und sich gefreut ein Stück Heimat zu sehen.
Das alles gibt man jetzt auf, warum.? Ich finde es schade, allerdings geht die Welt davon nicht unter.

Dieser Beitrag wurde am 12.02.2018 10:41 Uhr bearbeitet.


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