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Boeing und Embraer richten Joint Venture ein

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Embraer E190 E2, © Embraer

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SEATTLE - Boeing hat laut einem Medienbericht Eckpunkte mit der brasilianischen Regierung über eine Beteiligung an Embraer abgesteckt. Der amerikanische Luftfahrt- und Rüstungskonzern werde 51 Prozent an einem neuen Joint Venture mit Embraer übernehmen, meldet die Zeitung "O Globo".

Der CSeries-Coup von Airbus setzte Boeing unter Zugzwang: nachdem Airbus die Mehrheitsbeteiligung am neuesten Airliner von Bombardier einfädelte, suchte Boeing den Schulterschluss mit Embraer.

Die knappe Aktienmehrheit an einem Gemeinschaftsunternehmen sei ein Zugeständnis an die brasilianische Regierung, schreibt "O Globo". Denn Brasilien hatte Bedenken gegen allzu großen Einfluss der Amerikaner. Nach einem "Reuters"-Bericht wird sich das Joint Venture auf die Verkehrsflugzeuge von Embraer beschränken.

Weder Boeing noch Embraer wollten die Nachrichtenlage kommentieren. Embraer liefert in wenigen Wochen das erste Flugzeug seiner neuen E2-Serie aus. Die Regionaljets aus Brasilien stehen in Wettbewerb zu den Bombardier-Modellen CS100 und CS300.

Trend zu 100-Sitzern

Boeing erwartet im Segment zwischen 100 und 150 Sitzen 10 bis 15 Prozent der weltweiten Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen: rund 3.000 Flugzeuge verteilt auf die nächsten 20 Jahre.

Bombardier setzt das mögliche Absatzvolumen doppelt so hoch an. Viele Airlines entdeckten das Potenzial von 100-Sitzern gerade neu, sagte Bombardier-Marketingchef Patrick Baudis vergangenen November auf der Dubai Airshow. "Hier hat es eben sehr lange keine wirklichen Innovationen gegeben."
© aero.de | Abb.: Embraer | 26.02.2018 08:37


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