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Embraer und Boeing sprechen weiter über Fusion

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Embraer E190-E2, Erstflug am 23. Mai 2016, © Embraer

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NEW YORK - Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer lotet weiterhin seine mögliche Übernahme durch den US-Rivalen Boeing aus. Die Gespräche über einen Zusammenschluss dauerten an, teilte Embraer am Donnerstag am Unternehmenssitz in São Paulo mit.

Boeings Lateinamerika-Chefin Donna Hrinak und andere Manager des US-Konzerns wollen sich im Tagesverlauf in New York mit dem brasilianischen Finanzminister Henrique Meirelles treffen.

Zuvor hatte der Abgang des bisherigen Verteidigungsministers Raul Jungmann, der die Gespräche für Brasilien geführt hatte, den Verhandlungen eine überraschende Wendung gegeben. Vorübergehend führt nun der ehemalige General Joaquim Silva e Luna das Ministerium.

Brasilianischen Medien zufolge hatte er sich gegen einen Verkauf von Embraer gewehrt. Die Regierung hält eine sogenannte Goldene Aktie an dem einst staatlichen Konzern, der neben Regionaljets auch Kampfjets und Militärtransporter herstellt. Mit dieser Aktie kann sie einen Verkauf verhindern. Von Embraer hieß es nun, es sei unsicher, ob der Deal mit Boeing zustande komme.

Generationswechsel


Im abgelaufenen Jahr musste Embraer einen Umsatzrückgang um sechs Prozent auf 5,8 Milliarden US-Dollar (4,7 Mrd Euro) hinnehmen. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn (bereinigtes Ebit) brach um ein Fünftel auf 397 Millionen Dollar ein. Dabei lieferte das Unternehmen 101 Verkehrsflugzeuge und 109 Geschäftsreise-Jets aus.

Für das laufende Jahr peilt die Embraer-Führung die Auslieferung von 85 bis 95 Verkehrsmaschinen und 105 bis 125 Geschäftsreise-Fliegern an.

Der erwartete Rückgang bei den Verkehrsjets liegt an der Umstellung auf die neue Generation der E2-Jets. Bei diesem kommt ein ähnlicher Triebwerkstyp von Pratt & Whitney zum Einsatz, wie er den Airbus A320neo und Bombardiers CSeries antreibt.

Embraer ist wie der kanadische Rivale Bombardier stark im Geschäft mit den kleineren Regionaljets, wie sie die Platzhirsche Boeing und Airbus nicht im Angebot haben. Airbus war jüngst bei Bombardiers C-Serie eingestiegen, nachdem die USA den in Schieflage geratenen kanadischen Konzern wegen erhaltener Staatshilfe mit hohen Strafzöllen belegt hatten.

Im Dezember hatte Embraer bestätigt, mit dem Airbus-Rivalen Boeing über einen Zusammenschluss zu verhandeln. In welcher Form dieser geschehen soll, ist aber noch offen.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Embraer | 08.03.2018 16:08

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Beitrag vom 08.03.2018 - 19:30 Uhr
Da hat den es den Ammis wohl nicht gefallen, dass sich die Regierung gegen den Ausverkauf ihrer Industrie stellt und einfach mal den Verteidigungsminister abgesetzt. -.- Schade dass die Medien da nicht etwas kritischer berichten. Eigentlich dürfte jetzt Embraer aus Protest nicht verkauft werden..

Hauptsache mal wieder eine Verschwörungstheorie rausgehauen
Beitrag vom 08.03.2018 - 19:25 Uhr
Da hat den es den Ammis wohl nicht gefallen, dass sich die Regierung gegen den Ausverkauf ihrer Industrie stellt und einfach mal den Verteidigungsminister abgesetzt. -.- Schade dass die Medien da nicht etwas kritischer berichten. Eigentlich dürfte jetzt Embraer aus Protest nicht verkauft werden..


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