Trent 1000
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Rolls-Royce überprüft 380 Triebwerke

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All Nippon Airways Boeing 787-8 mit Rolls-Royce Trent 1000, © Rolls-Royce

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LONDON - Technische Probleme bei Rolls-Royce belasten den US-Flugzeugbauer Boeing und damit möglicherweise den internationalen Luftverkehr weiter. Der britische Konzern will bei 380 bereits in Flugzeugen eingebauten Triebwerken des Typs Trent 1000 C weitere Inspektionen durchführen.

Dies werde bedauerlicherweise zu zusätzlichen Unterbrechungen bei den Kunden führen, teilte Rolls-Ryoce am Freitag in London mit.

Boeing setzt betroffene Triebwerke an der 787-9 ein. Der US-Konzern teilte mit, dass rund ein Viertel der "Dreamliner"-Flotte zur Inspektion müsse; die laufende Produktion sei aber nicht betroffen.

Bis Ende März hatte Boeing 670 Dreamliner ausgeliefert. In den vergangenen Monaten mussten immer wieder 787-9 Flüge mit Triebwerksschäden abbrechen. An mehreren Dreamlinern lösten sich im Flug Schaufeln der Mitteldruckturbine. Vorzeitige Korrosion begrenzt laut die Lebensdauer der Triebwerke.

Die aktuelle Überprüfung betreffe hingegen "die Haltbarkeit des Verdichters" des Trent 1000 C, teilte Rolls-Royce mit.

Unter anderem meldeten British Airways, Virgin Atlantic, All Nippon Airways und Air New Zealand Probleme mit dem Triebwerk. Virgin Atlantic hat inzwischen vier Airbus A330-200, ehemalige Flugzeuge von Air Berlin, angemietet, um Standzeiten der 787-9 zu überbrücken.

Im Dezember schritt die Flugsicherheitsbehörde EASA ein und verhängte eine dringliche Lufttüchtigkeitsanweisung. Triebwerke mit erhöhtem Ausfallrisiko dürfen seither nicht mehr paarweise am selben Flugzeug verwendet werden.

Sorge um A330neo-Triebwerke


Neben dem Typ C gibt es noch Trent-Triebwerke anderen Typs (B und TEN). Flugzeuge mit diesen Triebwerken müssen nicht zur Verdichter-Inspektion. Nach einem Medienbericht stehen auch Betreibern früher Airbus A330-900 regelmäßige Überprüfungen der Triebwerkskompressoren ins Haus. Deren Trent 7000 setzt technisch am Trent 1000 auf.

Der finanzielle Schaden ist schon jetzt gewaltig. Qualitätsprobleme mit dem Trent 1000 und dem A380-Triebwerk Trent 900 kosteten Rolls-Royce allein vergangenes Jahr 314 Millionen US-Dollar. Der Hersteller muss bis zu 500 Trent 1000 ersetzen oder überholen, erst 2022 soll das Thema ausgestanden sein.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Rolls-Royce | 13.04.2018 10:58


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