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Air Asia X kehrt Airbus A350 den Rücken

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Airbus A330-900, © Airbus

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SINGAPUR - Ende 2017 rechnete Tony Fernandes einen Komplettumstieg von 66 A330-900 auf A350-900 durch - nun ist dem Air Asia-Chef die A350 "zu teuer". Die Airline spricht stattdessen mit Boeing über den langen Dreamliner 787-10. Endspurt eines Preispokers oder ernsthafte Abkehr von der A350?

"Wir werden keine A350 kaufen", sagte Tony Fernandes der Nachrichtenagentur "Reuters". "Das Flugzeug ist zu teuer, die Ticketpreise würden steigen." Aus einem 2009 erteilten Auftrag hält Air Asia X feste Bestellungen für zehn A350-900, die ersten sollen 2021 geliefert werden.

Mit den jetzigen Aussagen könnte Fernandes versuchen, Preise für weitere A350 zu drücken - oder den Ausstieg aus dem Auftrag vorwegnehmen. "Reuters" berichtet von Gesprächen zwischen Air Asia X und Boeing über den Kauf von 787-10-Dreamlinern und beruft sich dabei auf eine anonyme Quelle.

"Die 787 sieht auch interessant aus", sagte Fernandes im Oktober 2017. Eine Air Asia X-Pressesprecherin wollte sich gegenüber "Reuters" nicht zum aktuellen Stand der Verhandlungen äußern oder klarstellen, ob der A350-Auftrag auf der Kippe steht.

Die Entscheidung über die Gestalt der zukünftigen Air Asia X-Flotte wird laut dem von "Reuters" zitierten Insider noch in diesem Jahr fallen.

Liefertermin für die ersten A330neo in Air Asia X-Farben ist der Dezember 2018. Airbus gab im März grünes Licht für eine Version der A330neo, die mit 251 Tonnen maximaler Startmasse 1.200 Kilometer mehr Reichweite bietet. Die MTOW-Option entwickelte Airbus auf Wunsch von Air Asia X.

Airbus verlor zuletzt zwei Aufträge von Hawaiian Airlines für die A330-800 und von American für die A350-900 an Boeing. Beide Fluggesellschaften stiegen auf die 787 um.
© aero.de (boa) | Abb.: Airbus | 16.04.2018 14:12

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Beitrag vom 18.04.2018 - 10:34 Uhr
Ich lgaub nicht, dass sich Airbus noch mehr Kerben in das A350 Programm schlagen will. Daher glaube ich nicht an eine Streckung der 339 für PAX
...

Für Air Asia wäre dies ein tolles Flugzeug. Eine nochmalige Verlängerung um 4m bedeutet 340 bis 350 PAX in einer üblichen 3 Klassen Konfiguration. Dabei sinkt die Reichweite auf so 11000km.
Immer noch für alles ausreichend was sie Anfliegen wollen damit. Auch andere würden solche lange Neo bestimmt auch nehmen.
Der Kostenvorteil einer 787-10 ist auf dieser Reichweite kaum besser. Zumal keine neue Typeneinführung bei vielen erforderlich wäre.

Das Abgraben des A359 sehe ich auch nicht. Dieser ist dann doch eher für längere Strecken und auch in den Kosten nochmals ein Tick besser. Kostet aber halt auch deutlich mehr. Für Airbus ginge ja auch nichts verloren sondern es gebe sich die Chance mehr Aufträge zu bekommen. Zumal.ja Frachtunternehmen eine lange 339 fordern. Also dann auch bitte gleich in PAX Variante.
Beitrag vom 17.04.2018 - 23:51 Uhr
Man kann, statt Aktien zurückzukaufen, auch Flugzeuge billiger verkaufen.
Solang Boeing noch keine neuen Motoren am Horizont für den 757- oder den 737Max-Nachfolger sieht und genug Geld vorhanden ist, um das Tankerprogramm vorzufinanzieren, kann man die B787 mit erheblichen Rabatten verkaufen.
Dann kommt die -10!

Dieser Beitrag wurde am 17.04.2018 23:53 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 17.04.2018 - 15:40 Uhr
Ich lgaub nicht, dass sich Airbus noch mehr Kerben in das A350 Programm schlagen will. Daher glaube ich nicht an eine Streckung der 339 für PAX


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