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Flughafen Frankfurt zapft Arbeitsmarkt in Südosteuropa an

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Flughafen Frankfurt, © Fraport AG

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FRANKFURT - Am Frankfurter Flughafen, mit 81.000 Stellen größte Arbeitsstätte in Deutschland, werden die Arbeitskräfte knapp. Vor der besonders reise- und personalintensiven Sommersaison der Flughafenbetreiber Fraport händeringend Personal - und geht auf Mitarbeitersuche in Südosteuropa.

Jede zehnte von mehr als 20.000 Stellen ist bei dem MDax-Konzern und seinen Tochtergesellschaften derzeit nicht besetzt. Weil auch die eigenen Verwaltungsangestellten und die Betriebsrentner im Sommer trotz guter Prämien nur begrenzt beim operativen Geschäft im Terminal und an den Flugzeugen aushelfen können, geht Fraport einen neuen Weg.

"Wir wollen Arbeitskräfte hauptsächlich in Griechenland, Bulgarien und Kroatien direkt ansprechen, einen Job am Flughafen Frankfurt zu übernehmen", berichtet Fraport-Personalvorstand Michael Müller. Noch im April will Fraport bei Info-Veranstaltungen in Hotels geeignete Leute finden, die zumindest Grundkenntnisse in Deutsch und Englisch mitbringen.

Mindestens fünf Prozent der aktuellen Personallücke, also rund 100 Leute, sollen auf diesem Weg rekrutiert werden. 2019 sollen es dann deutlich mehr werden.

Am Flughafen werden keineswegs nur qualifizierte Fachkräfte gesucht, die auf dem leer gefegten Rhein-Main-Arbeitsmarkt ohnehin schwer zu finden sind. Auch Ungelernte haben am Flughafen ihre Chancen, etwa bei der Gepäckabfertigung. In einfachen Tätigkeiten können Berufsanfänger zum Einstieg mit rund 25.000 bis 30.000 Euro Bruttogehalt im Jahr rechnen - "deutlich über Mindestlohn", wie Müller anmerkt.

Leben kann man davon im teuren Frankfurt allerdings nur schwer, weswegen Fraport günstige Zimmer in nahegelegenen Pensionen oder eigenen Liegenschaften anbietet. Perspektivisch will das Unternehmen zusätzliche Wohnmöglichkeiten in modernen Apartmenthäusern im nahen Kelsterbach schaffen. "Viel mehr als 300 bis 350 Euro im Monat darf es für den Einzelnen nicht kosten", weiß der Personalvorstand.

Die Arbeitsagentur Frankfurt hat am Flughafen nicht nur für Fraport ein eigenes Vermittlungsbüro eingerichtet. Schließlich suchen auch hunderte Sicherheits-, Fracht- und Serviceunternehmen hier permanent Leute.

Zur Jobmesse "Startbahn zum Job" im März hatte allein die Frankfurter Arbeitsagentur 7.400 Arbeitslose eingeladen, von denen aber nur jeder Dritte erschien. Ihnen wurden mehr als 8500 konkrete Jobs vorgeschlagen, wobei allerdings noch nicht klar ist, wie oft das tatsächlich zum Erfolg führt.

"Nicht immer passen Anforderungen der Unternehmen und Profil der Arbeitssuchenden zusammen", räumt Agentur-Sprecherin Anna Morales ein. Die Airport-Jobs sind häufig im Schichtdienst, setzen beispielsweise gute Englischkenntnisse und robuste Gesundheit voraus.

Die Tätigkeiten im Sicherheitsbereich kann zudem nur erledigen, wer einer polizeilichen Sicherheitsüberprüfung standhält.

Fraport nutzt sein Netzwerk


Als international aufgestelltes Unternehmen nutzt Fraport seine Präsenz beispielsweise in Griechenland, wo das Unternehmen seit rund einem Jahr 14 Regionalflughäfen betreibt. Auch in den bulgarischen Ferienzielen Varna und Burgas sind die Frankfurter vor Ort.

An reinen Saisonkräften sei man aber nicht interessiert, versichert Müller. "Es ist nicht unser Ziel, Fachkräfte für Griechenland auszubilden. Wir suchen Menschen, die dauerhaft am Flughafen Frankfurt arbeiten."

Dafür und für einen Nachzug der Familien sind besondere Anstrengungen zur gesellschaftlichen Integration notwendig, ist sich Müller bewusst. Immerhin arbeiten bei der Flughafengesellschaft Menschen aus 88 Nationen, so dass sich schnell Anknüpfungspunkte über Landsleute ergeben. Betriebssportgruppen und aktive Gemeinschaften wie die griechische Gemeinde in Kelsterbach sind weitere Möglichkeiten.

Der Fraport-Betriebsrat ist angesichts der stark steigenden Passagierzahlen grundsätzlich mit der Anwerbeaktion einverstanden. "Wir dürfen das Stammpersonal nicht bis aufs Letzte auspressen", sagte Betriebsratschefin Claudia Amier. Sie hält dem Management allerdings vor, die Beschäftigtenzahl in den vergangenen Jahren zu stark nach unten gefahren zu haben.

Mit dem Wohnungsprogramm sei Fraport auf dem richtigen Weg und komme nun langjährigen Forderungen der Arbeitnehmer nach.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Fraport AG | 18.04.2018 09:27

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Beitrag vom 23.04.2018 - 09:26 Uhr
Ich lese aus Ihren Beiträgen heraus, dass Sie ein besonderes Verhältnis zur FRAport haben. Das ist auch völlig ok, nur die Begründungen, die Sie parat haben, halten einer näheren Betrachtung nicht Stand.
Im Wettbewerb um Arbeitskräfte bildet sich ein Preis dessen Kosten für den Arbeitgeber durch seine Preise gedeckt werden müssen.
Das Leben ist schön :-) Ich erhöhe meine Preis bis die Kosten gedeckt sind. Das spielt der markt nur nicht mit.
Nicht selektiv lesen :-) Daher schrieb ich ja dass beides gilt.
Das habe ich nicht selektiv gelesen, das ergibt sich so aus Ihrer Argumentation. Wenn Sie sagen, dass FRAport besser bezahlen soll, dann stehen die Gehälter im Vordergrund und der Rest orientiert sich daran.

Die Arbeitgeber untereinander stehen dann auch wieder im Wettbewerb.

In Deutschland haben wir uns komischerweise aber daran gewöhnt, dass die untersten Lohngruppen, die oft die eigentliche Arbeit leisten, die Speerspitze der Wettbewerbsfähigkeit bilden müssen, während Hilfsfunktionen wie BWL, Marketing, Controlling und Management großzügige Entlohnung benötigen um halbwegs motiviert ihren Job zu erledigen ...
OT - FRAport, oder eben andere Unternehmen, bewegen sich in einem Umfeld und versuchen dort zu bestehen. Sehen Sie denn einen Auftrag das Umfeld zu verändern?

So wie die Frage gestellt ist: Ja.
So wie sie vermutlich gemeint ist ( Auftrag an ein konkretes Unternehmen): Nicht unbedingt. Da Fraport jedoch mehrheitlich in der Hand von Land und Stadt ist, wäre eine gewisse Sozialorientierung bei der Personalpolitik zwar nicht zwingend aber durchaus machbar.
OK, akzeptiert. Aber fairerweise muss man dazu sagen, dass genau das ja stattfindet. Auf meine Antwort zu Ihrer Mindestlohnaussage sind Sie leider nicht eingegangen. Grundsätzlich lässt sich sagen, soweit ich das in meinem Umfeld recherchieren konnte, zahlt FRAport besser als die Blaue und Grüne Konkurrenz. Auch der Standort RMG wird berücksichtigt. Für einen Mitarbeiter der FRACare zahlt FP 25.000 - 30.000,-€/Jahr + Jobticket und Altersversorgung (Ausschreibeung FP Seite). Das liegt in B knapp über Mindestlohn, ohne Jobticket oder AV. Die Job-Aktion inportiert oder exportiert nicht, es ist der Gleiche Job zum gleichen Tarif. Man akquiriert eben globaler.
Wir bilden Personal aus für Tätigkeiten am Flughafen. Ich habe mich mal bei den Kunden umgehört und es ist wirklich schwierig das Volumen zu generieren. Die ZUP machen wir jetzt vor Ausbildungsbeginn, da zu viele hierbei bereits scheitern. Das andere Problem ist die, nun ja, Disziplin. Nach ein paar Wochen im Schichtdienst, hier besonders früh, lässt die Bereitschaft zum Frühaufstehen erkennbar nach und die Fluktuation steigt an.

Zur Marktsitution. FRA ist teuer. Der Hauptkunde verschiebt deswegen Volumen weg von FRA. Die LSG schließt ein Werk wegen zu hoher Standortkosten und verlagert weg. Neue Flugzege werden in Zukunft Volumen an den Hubs vorbei leiten. Neue Airlines kommen nur wegen Rabattaktionen.

Ich sags mal so:
Fraport wird mit seiner Kostenstruktur (nicht nur Personal) und Komplexität nie ein echter Billigheimer werden können.
Das müssen sie ja auch nicht. Sie stehen als Hub mit anderen Hubs im Wettbewerb. 60% ist Umsteigeverkehr und wenn der Zwischenstopp in FRA zu teuer ist steigt man woanders um. Sie sagen ein paar Euro machen nichts. Wenn man zB von Prag nach NYC nimmt, 499,- RT und die Kosten über FRA sind 5€ teurer als über VIE dann bietet man entweder die Strecke über VIE billiger an oder verdient mehr. Wenn man sie für 494,-€ anbietet gewinnt man vielleicht noch ein paar Passagiere mehr von der Konkurenz. Jeder Umsteiger weniger bringt weniger Ertrag. Also einfach Preise erhöhen geht nicht.

Da fehlt aber etwas die Logik.
Eigentlich nicht, das sind die Mechanismen, die greifen. Bei genanntem Routing fallen über 300€ Gebühren an. Die Airline bekommt für die 4 Legs noch nicht einmal 200€, da zählt jeder zusätzlich gesparte Euro.
FRA ist ja auch heute angeblich nicht der billigste Hub. Nicht der billigste zu sein hat ihnen in der Vergangenheit ja auch nicht geschadet. Offensichtlich gibt es also noch andere Aspekte als nur den Preis...
Da verkennen Sie die Realitäten. Der deutsche Luftverkehr hinkt hinterher. Die Wachstumsraten europäische Konkurenten liegen vor denen in D, 5,2 zu 8,8% 2017, davoe war es noch weiter auseinander. Welcher Druck auf die Hubs durch Direktverkehr, Kosten und außereuropäische Konkurenten entsteht können Sie heir nachlesen, zB Seite 24/25  http://www.aeroport.fr/uploads/documents/Publication/ACI%20EUROPE%20Synopsis%20-%20The%20Competitive%20Edge%20-%20Airports%20in%20Europe.pdf
Aber ja, es gibt noch mehr Schwierigkeiten für Flughafenbetreiber in D.

FRA hat heute offensichtlich ein Strukturproblem ( 70% des Umsatzes mit seinem Hauptkunden LH classic), der ein gewisses Strukturproblem mit seinem Betriebsmodell (Hub) hat oder angeblich bald bekommt.
Ah, Hub ist out? Was dann? Lokales Catchment ist sehr begrenzt und schon gut versorgt. Wo soll da Wachstum herkommen?
Es erscheint mir daher nicht vernünftig, sich immer tiefer in die Billig-Hub-Falle zu verrennen.
Einziger Weg. Siehe oben. Das Produkt in FRA ist ordentlich und neue Fluganbieter kommen nur über den Preis.
Keine Ahnung wie sich Fraport für Umsteiger darstellt, ich steige hier immer nur ein/aus.
Ich kenne aber genug Leute, die mittlerweile aus dem RMG nach Köln oder Düsseldorf fahren um von dort zu fliegen, weil als Passagier Fraport zu nutzen bisweilen einfach nur nervt...
Ja, jeder kennt jemand, der total crazy Sachen macht. 2 Stunden mit dem Zug nach DUS um FRA zu meiden? War es vielleicht doch eher der Preis der nach CGN/DUS lockt? Ich bin ganz gut in D unterwegs und kann wirklich keinen großen Unterschied feststellen. Ich stehe in FRA, DUS und morgens in TXL regelmäßig in der Schlange. Allerdings ist das alles persönlich eingefärbt, neutraler vielleicht hier
 https://merkurist.de/frankfurt/umfrage-frankfurter-flughafen-bei-nutzern-von-online-portal-beliebt_Yel

oder auch hier

 http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/flughafen-ranking-frankfurt-arbeitet-sich-nach-oben/13311120-2.html

Ein Wettbewerb der sich rein auf den Preis konzentriert muss daher schief gehen.
Machen sie ja nicht. Neue Bahn, neues Terminal, mehr Parkhäuser, neuer VIP Bereich, ...
Schon heute ist ja der Ruf angekratzt. Häßlich, langsam, kompliziert, unfreundlich ...
Mit einer reinen Konzentration auf eine billige Peronalstrategie wie sie hier skizziert wird, wird das wohl eher nicht besser werden.
Woraus lesen Sie eine REINE Personalstrategie?

Naja, Fraport begreift "Wettbewerb" im Sinne ihres Hauptkunden primär als Preiskampf um die billigsten Gebühren und damit um die geringsten Kosten.
So sieht´s aus.
Mitarbeiter sind im Bereich Dienstleitung die primären Kostentreiber, daher müssen idealerweise weniger Mitarbeiter weniger verdienen um die Kosten zu senken.
Idealerweise (für den Anbieter), da stimme ich zu. Aber es beschränkt sich ja nicht nur darauf.
Kostensenkung (weniger und/oder billigere Mitarbeiter) führt im Service-Geschäft aber in den seltensten Fällen zur Service-Verbesserung.
Stimmt. Aber dem Kunden scheint es zu gefallen, siehe oben. Der Markt ist aber Kostengetrieben, siehe oben. Service spielt eine untergeordnete Rolle.

Unterm Strich bleibt, ja gute Vergütung ist anzustreben und im Vergleich auch erkennbar. Aber wenn ich immer weniger wettbewerbsfähig werde verliere ich Umsatz und auch Jobs. Oder wie soll es sonst gehen?

Dieser Beitrag wurde am 23.04.2018 09:35 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 21.04.2018 - 14:22 Uhr
Arbeiterwohnungen in Arbeitsplatznähe ist doch ein echt alter Hut...und trotzdem noch hoch modern.
Verfügbarer, günstiger Wohnraum ist doch bekanntermassen auch ein Standortvorteil für eine Gemeinde.
Falls das den Arbeitgebern am Flughafen (FRA) nicht bekannt ist, dann leben sie in einer anderen Welt.
(P.S.: Verfügbar und "günstig" gilt für alle Entgeltklassen.)
Beitrag vom 21.04.2018 - 12:11 Uhr
Wie ist dieses "wettbewerbsfähig" zu verstehen? Um Arbeitskräfte zu bekommen oder um im Wettbewerb zu bestehen?
Da war letzteres gemeint. Tatsächlich gilt aber beides.
Im Wettbewerb um Arbeitskräfte bildet sich ein Preis dessen Kosten für den Arbeitgeber durch seine Preise gedeckt werden müssen.
Das Leben ist schön :-) Ich erhöhe meine Preis bis die Kosten gedeckt sind. Das spielt der markt nur nicht mit.
Nicht selektiv lesen :-) Daher schrieb ich ja dass beides gilt.

Die Arbeitgeber untereinander stehen dann auch wieder im Wettbewerb.

In Deutschland haben wir uns komischerweise aber daran gewöhnt, dass die untersten Lohngruppen, die oft die eigentliche Arbeit leisten, die Speerspitze der Wettbewerbsfähigkeit bilden müssen, während Hilfsfunktionen wie BWL, Marketing, Controlling und Management großzügige Entlohnung benötigen um halbwegs motiviert ihren Job zu erledigen ...
OT - FRAport, oder eben andere Unternehmen, bewegen sich in einem Umfeld und versuchen dort zu bestehen. Sehen Sie denn einen Auftrag das Umfeld zu verändern?

So wie die Frage gestellt ist: Ja.
So wie sie vermutlich gemeint ist ( Auftrag an ein konkretes Unternehmen): Nicht unbedingt. Da Fraport jedoch mehrheitlich in der Hand von Land und Stadt ist, wäre eine gewisse Sozialorientierung bei der Personalpolitik zwar nicht zwingend aber durchaus machbar.

Deswegen stoßen ja vielen die Piloten so sauer auf.
Sie sind produktive Arbeitnehmer, verantworten das eigentliche Produkt der Firma - und sind dann so dreist daran auch gut verdienen zu wollen ...

Kurzer Blick zurück. Als die Mitarbeiter einer großen Airline für bessere Einkommen usw. gestreikt haben hieß es,
[ von interssierter Seite ]
die sägen damit nur den eigenen Ast ab. Jetzt sind höhere Einkommen die Lösung?
Für Arbeitnehmer - was wäre sonst die Lösung?

Zur Marktsitution. FRA ist teuer. Der Hauptkunde verschiebt deswegen Volumen weg von FRA. Die LSG schließt ein Werk wegen zu hoher Standortkosten und verlagert weg. Neue Flugzege werden in Zukunft Volumen an den Hubs vorbei leiten. Neue Airlines kommen nur wegen Rabattaktionen.

Ich sags mal so:
Fraport wird mit seiner Kostenstruktur (nicht nur Personal) und Komplexität nie ein echter Billigheimer werden können.
Das müssen sie ja auch nicht. Sie stehen als Hub mit anderen Hubs im Wettbewerb. 60% ist Umsteigeverkehr und wenn der Zwischenstopp in FRA zu teuer ist steigt man woanders um. Sie sagen ein paar Euro machen nichts. Wenn man zB von Prag nach NYC nimmt, 499,- RT und die Kosten über FRA sind 5€ teurer als über VIE dann bietet man entweder die Strecke über VIE billiger an oder verdient mehr. Wenn man sie für 494,-€ anbietet gewinnt man vielleicht noch ein paar Passagiere mehr von der Konkurenz. Jeder Umsteiger weniger bringt weniger Ertrag. Also einfach Preise erhöhen geht nicht.

Da fehlt aber etwas die Logik.
FRA ist ja auch heute angeblich nicht der billigste Hub. Nicht der billigste zu sein hat ihnen in der Vergangenheit ja auch nicht geschadet. Offensichtlich gibt es also noch andere Aspekte als nur den Preis...
FRA hat heute offensichtlich ein Strukturproblem ( 70% des Umsatzes mit seinem Hauptkunden LH classic), der ein gewisses Strukturproblem mit seinem Betriebsmodell (Hub) hat oder angeblich bald bekommt.
Es erscheint mir daher nicht vernünftig, sich immer tiefer in die Billig-Hub-Falle zu verrennen.
Keine Ahnung wie sich Fraport für Umsteiger darstellt, ich steige hier immer nur ein/aus.
Ich kenne aber genug Leute, die mittlerweile aus dem RMG nach Köln oder Düsseldorf fahren um von dort zu fliegen, weil als Passagier Fraport zu nutzen bisweilen einfach nur nervt...

Ein Wettbewerb der sich rein auf den Preis konzentriert muss daher schief gehen.
Schon heute ist ja der Ruf angekratzt. Häßlich, langsam, kompliziert, unfreundlich ...
Mit einer reinen Konzentration auf eine billige Peronalstrategie wie sie hier skizziert wird, wird das wohl eher nicht besser werden.
Woraus lesen Sie eine REINE Personalstrategie?

Naja, Fraport begreift "Wettbewerb" im Sinne ihres Hauptkunden primär als Preiskampf um die billigsten Gebühren und damit um die geringsten Kosten.
Mitarbeiter sind im Bereich Dienstleitung die primären Kostentreiber, daher müssen idealerweise weniger Mitarbeiter weniger verdienen um die Kosten zu senken.
Kostensenkung (weniger und/oder billigere Mitarbeiter) führt im Service-Geschäft aber in den seltensten Fällen zur Service-Verbesserung.

Dieser Beitrag wurde am 21.04.2018 14:43 Uhr bearbeitet.


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