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Probleme mit Trent 1000 weiten sich aus

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British Airways Boeing 787-8 Dreamliner, © Ingo Lang

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LONDON - Betreiber von Boeing 787 müssen ihre Trent-1000-Triebwerke nicht nur häufiger untersuchen lassen, sondern auch eine Reduzierung der ETOPS-Grenzen hinnehmen. Mehrere Hundert Dreamliner sind von neuen Regelungen der federführenden Aufsichtsbehörden FAA und EASA betroffen.

Wegen anhaltender Qualitätsprobleme bei Schaufeln des Mitteldruckverdichters hat die europäische Agentur für Flugsicherheit EASA am vergangenen Freitag eine dringliche Lufttüchtigkeitsanweisung herausgegeben. Demnach müssen alle Triebwerke des Typs Trent 1000 Package C mit mehr als 2000 Zyklen alle 200 Zyklen zur Inspektion.

Zudem müssen an allen Trent-1000-Triebwerke des Standards Package C mit 300 bis 2.000 Zyklen häufiger als üblich Boroskopuntersuchungen durchgeführt werden. Von den verkürzten Wartungsintervallen sind rund 400 Triebwerke betroffen.

Die Probleme haben auch Konsequenzen für die ETOPS-Zulassung der Trent-1000-Triebwerke. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat vergangene Woche ebenfalls eine dringliche Lufttüchtigkeitsanweisung herausgegeben, die Boeing 787-8 und 787-9 mit Trent 1000-A2, -AE2, -C2, -CE2, -D2, -E2, -G2, -H2, -J2, -K2 und -L2 betrifft.

ETOPS (extended-range, twin-engine operations) gibt die maximal zulässige Flugzeit zum nächstgelegenen Flughafen bei Ausfall eines Triebwerks an. Die genannten Triebwerksvarianten werden von 330 Minuten auf 140 Minuten heruntergestuft.

Die Schaufeln des Mitteldruckverdichters haben eine geringere Lebensdauer als erwartet. Sie können unter hohem Schub, bei bestimmten Temperaturen und Höhenbedingungen brechen und dadurch zum Triebwerksausfall führen.
© FLUG REVUE - UE | Abb.: Rolls-Royce | 23.04.2018 16:02


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