Rolls-Royce Trent 1000
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Air New Zealand erwartet Normalbetrieb mit 787-9

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Air New Zealand Boeing 787-9, © Boeing

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AUCKLAND - Zweimal versagte im Dezember 2017 an Boeing 787-9 von Air New Zealand direkt nach dem Start ein Triebwerk. Ein schwerer Qualitätsmangel des Rolls-Royce Trent 1000 rief die Flugsicherheitsbehörden auf den Plan. Air New Zealand will bald wieder alle 787-9 einsetzen.

"Wir haben in dieser Angelegenheit große Fortschritte erzielt", sagte Air New Zealand Vorstandschef Christopher Luxon. Er gehe davon aus, dass alle elf 787-9 "Anfang oder Mitte April" wieder uneingeschränkt für Langstreckenflüge zur Verfügung stehen werden.

Laut Rolls-Royce führte vorzeitige Korrosion zu Bruchschäden an Schaufeln der Mitteldruckturbine. All Nippon Airways, Virgin Atlantic und British Airways berichteten ebenfalls über eine verkürzte Lebensdauer der Triebwerke. Air New Zealand erwischte das Materialproblem gleich an zwei Tagen hintereinander:
  • Auckland, 05. Dezember: Flug NZ99 nach Tokio ist gerade gestartet, als die Piloten Vibrationen und ungewöhnliche Triebwerksgeräusche registrieren. Sie schalten ein Triebwerk ab und kehren mit der 787-9 ZK-NZE nach Auckland um.
  • Auckland, 06. Dezember: Flug NZ30 nach Buenos Aires, durchgeführt mit der 787-9 ZK-NZF, ist ebenfalls erst Minuten in der Luft, als sich ein ähnliches Problem bemerkbar macht. Die Piloten schalten ein Triebwerk kalt, lassen Treibstoff ab und landen 80 Minuten nach dem Start sicher in Auckland.
Rolls-Royce bekam das Problem zwar unter Kontrolle, Airlines mussten einige 787-9 dennoch vorübergehend aus dem Verkehr ziehen, da Ersatztriebwerke nicht unmittelbar zur Verfügung standen.

EASA verbietet bestimmte Triebwerkskombinationen


Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hatte im vergangenen Dezember für einige Trent 1000 zudem ein sogenanntes "De-Pairing" angeordnet.

Inspektionsvorschriften wurden verschärft und bestimmte Triebwerke durften aus Sicherheitsgründen nicht mehr zusammen an einem Flugzeug verwendet werden, "um das Risiko eines beidseitigen Triebwerksausfalls im Flug" zu minimieren, begründete die EASA den Erlass einer dringlichen Lufttüchtigkeitsanweisung.
© aero.de | Abb.: Air New Zealand | 02.03.2018 11:51


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