Tierschutz
Älter als 7 Tage

20.000 Küken am Brüsseler Flughafen vergast

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Flughafen Brüssel, © Tom D'haenens/Flughafen Brüssel
BRÜSSEL - Das Töten von 20.000 Küken am Brüsseler Flughafen sorgt in Belgien für Ärger. Mehrere Politiker reagierten empört darauf, dass die für Afrika gedachten Tiere am Wochenende wegen eines Transportproblems vergast wurden.

Der flämische Grünen-Abgeordnete Bart Caron sprach von einem Vorfall wie in "Absurdistan".

Die Küken sollten eigentlich nach Kinshasa im Kongo geflogen werden. Doch scheiterte der Abflug zweimal aus technischen Gründen, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Demnach stand der Transportcontainer das ganze Wochenende über auf dem Asphalt in der brennenden Sonne.

Der Exporteur wollte den Container Medienberichten zufolge nicht zurücknehmen. Um das Leiden der Tiere zu stoppen, sollten sie schließlich am Sonntagabend vergast werden. Die Flughafenfeuerwehr weigerte sich jedoch, weshalb ihre Kollegen aus dem benachbarten Ort Zaventem gerufen wurden und zur Tat schritten.

Das Vorgehen löste in Belgien Empörung aus. "In jedem Fall muss der verantwortliche Exporteur in die Verantwortung genommen werden, vielleicht auch der Flughafen selbst", sagte der Grüne Caron. Sein parteiloser Kollege Hermes Sanctorum meinte: "Es ist so weit gekommen, dass die tierfreundlichste Lösung bei Transporten das Töten ist."

Es gebe wohl keinen Unterschied mehr zwischen einfachen Amazon-Paketen und Tieren. Der Abgeordnete Jelle Engelbosch von der flämisch-nationalistischen N-VA sprach hingegen von einer «notwendigen, dringenden Entscheidung».
© dpa | 08.05.2018 14:28

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Beitrag vom 09.05.2018 - 09:15 Uhr
@paulTU154
Ich bemühe mich, nicht voller Sarkasmus etc zu antworten, aber Kommentare wie ein solcher gehen mir einfach nur gewaltig gegen den Strich.
Glauben Sie, es war die markt-optimale Lösung, eine Ladung Küken zu vergasen, dazu noch die ganzen Vertragsstrafen? Nur weil manche Bestandteile des Systems Kapitalismus nicht funktionieren, heißt das nicht, dass das ganze System schlecht ist.
Aber hey, erstmal mit... sagen wir nicht begründeter Kapitalismuskritik "glänzen", es ist so leicht einen Sündenbock für etwas zu finden...

Mein Beitrag war der reine Sarkasmus!

Sie schrieben:

"Das war einfach nur Unfähigkeit der beteiligten Parteien. "

Möglicherweise war es so. Nun sollte man aber hinterfragen, wie konnte es dazu kommen, das offensichtlich solche "unfähigen" Leute dort arbeiten.

Weil "sparen, sparen, sparen" oder eben Gewinnmaximierung.

Und da sind wir wieder bei Grundübel.

Ob 20000 zu Tode gekommene Küken, oder (wie vorige Woche in TXL) hunderte verschwundene Gepäckstücke, entsprechend viele Paxe bei der (von LH Tochter EW aus Kostengünden ausgelagerte) Erfassungsstelle mit exakt 2 völlig überforderten Mitarbeiterinnen, die sich nicht anders zu helfen wusste, ausser die Paxe anzuschreien (richtig gelesen!) "sie müssen warten bis die letzte Maschine aus Köln gelandet ist (wir reden von der Maschine Arrival 17.10 Uhr). Gegen alle rechtsgültigen Vorschriften (Erfassen und Lieferung nach Hause/ Hotel).

Und genau das ist Kapitalismus.
Beitrag vom 08.05.2018 - 22:26 Uhr
@paulTU154
Ich bemühe mich, nicht voller Sarkasmus etc zu antworten, aber Kommentare wie ein solcher gehen mir einfach nur gewaltig gegen den Strich.
Glauben Sie, es war die markt-optimale Lösung, eine Ladung Küken zu vergasen, dazu noch die ganzen Vertragsstrafen? Das war einfach nur Unfähigkeit der beteiligten Parteien. Nur weil manche Bestandteile des Systems Kapitalismus nicht funktionieren, heißt das nicht, dass das ganze System schlecht ist.
Aber hey, erstmal mit... sagen wir nicht begründeter Kapitalismuskritik "glänzen", es ist so leicht einen Sündenbock für etwas zu finden...
Beitrag vom 08.05.2018 - 20:19 Uhr
Das ist halt Kapitalismus. Sind wir doch alle "Fan" von !?


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