"WirtschaftsWoche"
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Lufthansa: Keine Kündigungen bei Personalumbau

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Lufthansa Airbus A321, © Lufthansa

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FRANKFURT - Die Lufthansa will beim im April angekündigten Personalumbau auch rund 200 neue Mitarbeiter mit zusätzlichen Kompetenzen an Bord holen. "Dafür müssen wir Bewegung erzeugen, um Rotation und Fluktuation zu ermöglichen", sagte Lufthansa-Personalchefin Bettina Volkens der "Wirtschaftswoche" (Freitag).

Konzernchef Carsten Spohr treibt die Digitalisierung der Fluggesellschaft voran. Deshalb sollen nach den Plänen von Volkens alle 3.200 Mitarbeiter aus der Administration motiviert werden, sich in eigener Sache weiterzubilden oder sich umzuorientieren.

Dabei stellte Volkens gleichzeitig klar: "Betriebsbedingte Kündigungen schließen wir aus, ein freiwilliges Ausscheiden natürlich nicht." Zunächst aber müsse man sich in den aktuell laufenden Gesprächen mit den Betriebspartnern noch über alle Details einig werden.

Volkens ergänzte, dass es ihr um mehr gehe, als zusätzliche digital denkende Mitarbeiter zu gewinnen. "Es geht mir nicht in erster Linie um IT-Kenntnisse, sondern vor allem um einen Kulturwandel. Im Vordergrund stehen für mich analytische und soziale Kompetenzen, etwa die Fähigkeit, in virtuellen internationalen Teams zu arbeiten, oder der Umgang mit Komplexität und Agilität."
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 01.06.2018 09:13

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Beitrag vom 02.06.2018 - 08:53 Uhr
Die Lufthansa will ... Personalumbau ... "Dafür müssen wir Bewegung erzeugen, um Rotation und Fluktuation zu ermöglichen"
Dabei stellte Volkens gleichzeitig klar: "Betriebsbedingte Kündigungen schließen wir aus, ein freiwilliges Ausscheiden natürlich nicht."
Volkens ergänzte ... "Im Vordergrund stehen für mich ... der Umgang mit Komplexität und Agilität."

Faszinierend, geht Lufthansa wirklich den harten Weg und versucht Experten direkt loszuwerden.

Vielleicht interessant, warum der von Lufthansa eingeschlagene Weg zukunftsträchtig sein kann:
'Unser Bildungssystem und auch die bisherige Arbeitswelt hat mit den Experten genau das Mindset ausgebildet, das wir in einem sich schnell ändernden, unüberschaubaren Umfeld nicht mehr brauchen: Die Person, die alles auf einem Fachgebiet weiß und „richtige“ Antworten geben kann. Das passte gut für komplizierte Umfelder, für komplexe nicht. So ein Mindset ändert man nicht mal eben in einem Workshop.
...
das nächste große Ding hat mit starker Führung zu tun. Und dem Ende von Augenhöhe'
 Agilität: Das Ende der Augenhöhe naht

Was ist schlecht daran, wenn Spohr endlich auch mal im Kernbereich verstaubte Strukturen entkernt, und den Laden auf Vordermann bringt.
Ich denke es war höchste Zeit....
Beitrag vom 02.06.2018 - 08:00 Uhr
Wenn die Art des hier beschriebenen Austauschs von noch nicht einmal 10% der betroffenen Mitarbeiter der "harte Weg" ist, wie könnte man sich denn einen "weichen Weg" vorstellen?

Es stimmt, es könnte genau umgekehrt sein. Bisher wurden Schulungen, Training und Audits in vielen Firmen durchgeführt, die anscheinend wenig Entwicklung gebracht haben. Das wäre dann der harte Weg und ein einfacher Personalwechsel der weiche.
Vielleicht interessant, was Entwicklung bedeutet:
'„Subjekt“ ist der Aspekt eines Menschen, durch den man selbst gesteu­ert wird und auf den man daher nur beding­ten Zugriff hat. „Objekt“ hinge­gen ist der Aspekt, den man reflek­tie­ren und damit steu­ern kann.
...
Genau in diesem Verschie­ben des Subjekt-Objekt-Gleich­ge­wichts liegt der Kern jeder Entwick­lung als Führungs­kraft. Bei vielen Führungs­kräf­ten, wie bei den meis­ten Menschen, kommt diese Entwick­lung aller­dings im frühen Erwach­se­nen­al­ter zu einem Still­stand. Ab diesem Punkt findet dann eher Lernen, aber kaum weitere Entwick­lung mehr statt. Die neu gewon­ne­nen Erfah­run­gen und Wissens­be­stand­teile können sozu­sa­gen nur mit der immer glei­chen Hand­lungs­lo­gik verar­bei­tet werden.'
 Das grenzenlose Selbst

Der Experte ist das Symbol der Industrialisierung. Das Ziel war die Effizienz des Fließbandes. Jetzt geht es mindestens um Effektivität. Wer den Unterschied zwischen Effizienz und Effektivität erkennen kann, ist schon ein Schritt weiter.
Beitrag vom 01.06.2018 - 21:53 Uhr
Was soll dabei neu sein?
Die DV ist nur ein Mittel und kein Selbstzweck. Die typische kommerzielle DV ist doch schon weit weg von der DV von vor 20 oder 30 Jahren.
Wahllose Rotation ist wohl auch nicht gemeint - gezielte Rotation ist doch Standard für
"aufstrebende" MA...(high potentials)
Soll das mittlere Maqnagement aufgeweckt werden?
Welche Phrasen werden durch das Dorf gescheut?
Und alles für den Kunden??? Oder...

Dieser Beitrag wurde am 01.06.2018 22:00 Uhr bearbeitet.


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