Mehr 787-Triebwerke betroffen
Älter als 7 Tage

Probleme des Trent 1000 ziehen weitere Kreise

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British Airways Boeing 787-8 Dreamliner, © Ingo Lang

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LONDON - Rolls-Royce lässt weitere Triebwerke der Boeing 787 überprüfen. Die am Trent 1000 "C" festgestellten Qualitätsprobleme bei Schaufeln des Verdichters sind auch an einer "begrenzten Stückzahl" von Triebwerken des Vorgängers Trent 1000 "B" aufgetreten, räumte Rolls-Royce am Montag ein.

Schwachstellen des Trent 1000 betreffen mehr Triebwerke als angenommen. In Abstimmung mit der europäischen Flugsicherheitsbehörde EASA wird Rolls-Royce nun auch alle 166 seit 2012 ausgelieferten Dreamliner-Triebwerke des Package "B" einer Inspektion unterziehen.

An Mitteldruckverdichtern einiger "B"-Triebwerke mit höheren Betriebsstunden fielen Rolls-Royce nach eigenen Angaben "ähnliche Mängel" wie zuvor am Trent 1000 "C" auf. Betreibern droht eine "verkürzte Lebensdauer" der Triebwerke. Die EASA wird in den nächsten Tagen formell Inspektionen anordnen.

Wegen Korrosion und Rissen in Schaufeln der Mitteldruckturbine und des Mitteldruckverdichters steht das Trent 1000 "C" unter strenger Beobachtung der Behörden. Vergangenes Jahr häuften sich Triebwerksschäden, die 787-Flüge in der Regel kurz nach dem Start zu Notlandungen zwangen.

Die US-Luftfahrtaufsicht FAA stufte das ETOPS für betroffene Boeing 787 von einer 330- auf eine 140-Minutenregel zurück - bei einem Triebwerksausfall muss ein Ausweichflughafen nun schneller erreichbar sein. Die EASA ordnete enge Inspektionsintervalle für das Trent 1000 "C" an.

Redesign für Trent 1000 TEN


Rolls-Royce will bis Ende 2018 modifizierte Verdichterschaufeln für das Trent 1000 "C" zur Verfügung stellen. "Vorsorglich" arbeite man auch an einem Redesign der betroffenen Komponenten für das Trent 1000 "B" und das erst 2017 eingeführte Trent 1000 TEN, teilte Rolls-Royce am Montag mit.

Dennoch werden die Probleme Rolls-Royce und Betreiber noch bis 2022 beschäftigen. Um wartungsbedingte Standzeiten zu kompensieren, mieten mehrere Airlines Ersatzmaschinen an. British Airways kann hierfür auf einige 787 des IAG-Großaktionärs Qatar Airways zurückgreifen.
© aero.de | Abb.: Boeing | 11.06.2018 10:09

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Beitrag vom 16.06.2018 - 09:52 Uhr
Hier ein sehr interessanter, ausfühlicher Artikel zum Thema. Für alle Fachleute und solche die es werden wollen
 https://www.seattletimes.com/business/boeing-aerospace/troublesome-advanced-engines-for-boeing-and-airbus-jets-disrupt-airlines-and-production-lines/
Beitrag vom 14.06.2018 - 21:08 Uhr
@Fly-away
Modhinweis
1 Beitrag gelöscht wegen OT
Das Thema heißt hier: News:"Probleme des Trend 1000 ziehen weitere Kreise"
Fly-away
Moderator

Und was hat das ganze andere 'Dahlewitz-bashing mit dem Thema zu tun? Ist wohl genauso OT.
Beitrag vom 14.06.2018 - 20:41 Uhr
Modhinweis
1 Beitrag gelöscht wegen OT
Das Thema heißt hier: News:"Probleme des Trend 1000 ziehen weitere Kreise"
Fly-away
Moderator

Dieser Beitrag wurde am 14.06.2018 20:41 Uhr bearbeitet.


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