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Etihad kämpft um Bedeutung und prüft offene Bestellungen

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Etihad Airways Boeing 787-9, © Etihad Airways

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ABU DHABI - Knapp zwei Milliarden US-Dollar Verlust kosteten Etihad-Chef James Hogan 2016 den Job. Sein Nachfolger Tony Douglas soll Fehlinvestitionen in marode Airlines nun richten und stellt unter anderem milliardenschwere Flugzeugbestellungen bei Airbus und Boeing in Frage.

Insidern zufolge, auf die sich die Agentur "Reuters" beruft, prüft Etihad momentan, welche Möglichkeiten sie für 160 offene Bestellungen bei Airbus und Boeing hat.

Demnach stehen Umbestellungen ebenso im Raum wie die Verzögerung von Auslieferungen und sogar die Stornierung von Aufträgen. Etihad wollte diesen Bericht gegenüber "Reuters" nicht kommentieren.

Tatsache ist jedoch, dass Etihad seit ihren millionenschweren Fehlinvestitionen in Air Berlin und Alitalia dagegen kämpft, zur "Boutique-Airline" zu verkümmern. Eine neue Strategie muss dringend her.

"Wir haben uns vorgenommen, nachhaltig zu wachsen", sagte Tony Douglas dazu auf dem Global Aerospace Summit im April 2018. "Wir werden weise wählen und dabei genauestens auf Details achten."

Die Airline steht mit 88 Flugzeugen bei Airbus und mit 78 Flugzeugen bei Boeing in den Aufträgsbüchern. Die letzten Einträge datieren auf das Jahr 2013 zurück. Die Flugzeuge sollten ab 2018 geliefert werden - darunter 62 Airbus A350 und 52 Boeing 787-Dreamliner. Im Zuge ihrer Neuaufstellung hat Etihad bereits ihre Frachtsparte verkleinert und lotet eine Zusammenarbeit mit Emirates aus.
© aero.de (boa) | Abb.: Airbus | 07.05.2018 14:30

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Beitrag vom 08.05.2018 - 21:22 Uhr
Die bestens ausgebildeten Manager haben ihren Dienstherren genau das erzählt, was diese gerne hören wollten - und dies wurde sehr gut bezahlt.
Beitrag vom 07.05.2018 - 22:54 Uhr
Wer genau hinsieht, wird bemerken daß der Airbusbaum sehr viele dürre Äste hat, die vom Stornofeuer angefacht einen großen Brand auslösen können.

Außer für A320 und A321 (incl. der Versionen/ Varianten) gibt es für kein Modell namhafte/sichere Neubestellungen.

Wenn man den Beiträgen zur B787 Glauben schenken darf, dann ist die Lage bei Boeing nicht besser, wenn bei jeder Order ein Verlust zu verbuchen ist.
Beitrag vom 07.05.2018 - 21:06 Uhr
Das kann für Airbus und Boeing noch schmerzlich werden, wenn sich die übergroße Nachfrage der vergangenen Jahre aus der Golf-Region als in sich zusammenfallende Spekulationsblase herausstellen sollte.

Am Schlimmsten wird es sein, wenn Aufträge von Modellen storniert werden, die mehr oder minder auf die Bedürfnisse der Golf-Airlines ausgerichtet sind.

Dürfte / müsste sich dann ja gerade um die B777x handeln, die im Grunde den Golf Airlines auf den leib geschneidert wurde.

auch die Ten macht ja ihre sales weiterstgehend am Golf/Asien.

Nach den stornos aus den USA kann airbus im WB keinen weitere Stornos brauchen. Sollte die A350 order auf der Kippe stehen, brennt bei Airbus der Baum.


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