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Älter als 7 Tage

BER-Zeitplan gerät erneut unter Druck

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Flughafenbaustelle Berlin Brandenburg, © FBB

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BERLIN - Der Zeitplan zur Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens im Oktober 2020 wird enger. Die sogenannten Wirk-Prinzip-Prüfungen des Zusammenspiels der technischen Anlagen im Flughafen können voraussichtlich erst im Mai oder Juni 2019 beginnen.

Das sagte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup am Donnerstag im Berliner Abgeordnetenhaus. Zuvor war von April ausgegangen worden.

Es gebe aber noch Risiken, sagte Lütke Daldrup im Beteiligungsausschuss des Landesparlaments. Zugleich versicherte er mit Blick auf die Inbetriebnahme: "Wir gehen weiter davon aus, dass der Termin realistisch ist und dass wir Reserven haben."

Wie groß die Zeitpuffer noch sind, wollte er nicht sagen. Dies schwäche seine Verhandlungsposition gegenüber den Baufirmen. Abgeordnete warfen die Frage auf, ob von ursprünglich zwölf Monaten möglicherweise nur noch zwei bis drei Monate Luft im Zeitplan seien. "Das ist nicht richtig", sagte Lütke Daldrup nur.

Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider sagte: "Uns ist wichtig, dass die Geschäftsführung nicht nachlässt, mit allem Nachdruck auf die Eröffnung hinzuarbeiten." Das Kontrollgremium diskutiere, eine weitere Controlling-Firma zu beauftragen, um das Projekt zu prüfen.

Lütke Daldrup erläuterte, für den Brandschutz im Terminal solle die übergeordnete Steuerung im Dezember abgeschlossen werden. Die Software wird dafür neu programmiert, Schaltschränke werden umgebaut. Die Arbeiten an den Sprinklern sollen demnach im August fertig sein.

Für die zuständige Firma Caverion sagte Geschäftsführer Werner Kühn jedoch, einzelne Arbeiten fielen auch danach noch an. Auch an Brandmeldern und Stromversorgung werden noch Mängel beseitigt.

"Im Leben gibt es keine hundertprozentige Sicherheit. In einem Jahr werden wir schlauer sein als heute", erwiderte Lütke Daldrup zu Zweifeln am Zeitplan. Burkhard Schmidt, Geschäftsführer der Baufirma ROM, bestätigte den Eröffnungstermin im Oktober 2020. ROM arbeitet an der Stromversorgung und Beleuchtung im Terminal. Es würden noch Mängel abgearbeitet, diese gefährdeten aber nicht die Inbetriebnahme.

Der drittgrößte deutsche Flughafen sollte eigentlich im Herbst 2011 in Betrieb gehen. Seitdem platzten alle Eröffnungstermine. Fehlplanungen, Baumängel und Technikprobleme hatten das Terminal vor dem Start zum Sanierungsfall gemacht.

Der Flughafenchef warb dafür, die Geschäftsführung zu erweitern. "Sie fragen zurecht, was ein Vorsitzender der Geschäftsführung alles leisten kann", bemerkte er vor den Abgeordneten. "Es ist bekannt, dass ich nach wie vor dafür werbe, einen Bau-Geschäftsführer zu bekommen. Das ist von essenzieller Bedeutung."

Der Ausschussvorsitzende Jörg Stroedter (SPD) kritisierte, dass die Finanzchefin des Flughafens, Heike Fölster, trotz Einladung nicht in den Ausschuss gekommen sei und auch nicht abgesagt habe.
© dpa-AFX, aero.de | 21.06.2018 17:43

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Beitrag vom 23.06.2018 - 08:41 Uhr
Modhinweis
Um einen Doppelthread zum gleichen Thema zu vermeiden,wurde dieser Beitrag in den Thread: "News: Verkehrsminister macht Druck in Sachen BER"
verschoben.
Dieser Thread hier auf "read-only" gesetzt.
Fly-away
Moderator
Beitrag vom 23.06.2018 - 05:03 Uhr
Wenn das alles wirklich so sein sollte und sich keiner die Taschen voll macht dann sind das nur noch idioten.
Wobei ja keiner wirklich verwundert ist.


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