Marktprognose bis 2037
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ATR sieht Nachfrage nach 3.000 neuen Turboprops

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fireflay ATR 72-600, © ATR

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TOULOUSE - ATR hat am Montag seine neue Marktprognose für die nächsten 20 Jahre veröffentlicht. Das Unternehmen sieht einen Markt für 3.020 Turboprop-Flugzeuge im Wert von 80 Milliarden Dollar. Ausschlaggebend für diese positiven Aussichten ist das Verkehrswachstum auf regionalen Routen.

Dies gilt sowohl für traditionelle Märkte, in denen weniger vernetzte Standorte mit direkten regionalen neuen Strecken verbunden werden, als auch für Schwellenländer, in denen die beste Lösung Turboprops sind, so ATR.

In der Marktprognose 2018-2037 wird erwartet, dass fast 80 Prozent (2.390 Flugzeuge) der Gesamtnachfrage aus der 61-80-Sitzkategorie stammen, einem Marktsegment, das seit Jahren von der ATR 72 bedient wird.

Die restlichen 20 Prozent (630 Flugzeuge) kommen aus dem Markt für 40 bis 60 Sitze, einem Segment, in dem die ATR 42 angeboten wird. In den nächsten 20 Jahren wird die größte Nachfrage nach Turboprops aus Asien (43 Prozent) erwartet, gefolgt von Europa, Afrika und dem Mittleren Osten (31 Prozent) sowie Amerika (26 Prozent).

Aufgrund ihrer aktuellen Erfolge bei der Eröffnung neuer Strecken mit geringstem Risiko schätzt die ATR, dass Turboprop-Flugzeuge das Potenzial haben, in den kommenden 20 Jahren 2.770 neue Strecken zu generieren.

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ATR: Steigende Nachfrage nach Turboprops, © ATR

In diesem Zeitraum wird ein jährliches Wachstum des Regionalverkehrs von 4,5 Prozent erwartet, wobei rund 30 Prozent des Verkehrs im Jahr 2037 auf Strecken entfallen, die es derzeit nicht gibt.

Kein 100-Sitzer

Neben den Passagierflugzeugen schätzt ATR, dass die Zunahme des Frachtverkehrs in den nächsten zwei Jahrzehnten ein Potenzial für die Auslieferung von 460 Turboprop-Frachtern schaffen wird. Dazu gehören umgerüstete Flugzeuge ebenso wie die kürzlich eingeführte ATR 72-600F, der einzige Regionalflugzeug-Frachter, das direkt ab Werk erhältlich ist.

ATR prüfte die letzten Jahre Marktchancen und Machbarkeit einer Turboprop mit 100 Sitzen. Wegen hoher Entwicklungskosten - für einen 100-Sitzer hätte ATR eine neue Flugzeugzelle konstruieren müssen - legten die Aktionäre Airbus und Leonardo das Vorhaben Anfang 2018 zu den Akten.
© FLUG REVUE - KS | Abb.: ATR | 04.07.2018 08:08


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