Strauchelnde Airline
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South African braucht "dringend Geldquellen"

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South African Airways Airbus A330-200, © Andreas Spaeth

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JOHANNESBURG - South African Airways macht sich auf die Suche nach privaten Investoren. Die staatliche Airline wird seit Jahren von Regierungskrediten in der Luft gehalten. Der jetzige Schritt folgt auf eine Drohung der Gewerkschaft, eine gerichtliche Anordnung zur Zwangsverwaltung zu erwirken.

"Die Wahrheit ist, dass wir dringend Geldquellen für die SAA brauchen", schrieb SAA-Sprecher Tlali Tlali der Agentur "Bloomberg", "aus diesem Grund haben wir beschlossen, so schnell wie möglich einen strategischen Partner zu suchen."

South African Airways hat seit 2011 keinen Gewinn gemacht und hält sich seit Jahren auf Staatskosten über Wasser. 2017 hat ein staatlicher Notkredit die Airline vor dem Aus bewahrt - allein hätte sie ihre Kreditzinsen nicht bezahlen können.

Die Gewerkschaft Solidarity, deren Mitglieder zur Hälfte aus den Reihen der Angestellten der SAA stammen, hat wegen der anhaltend desolaten Lage der Airline damit gedroht, rechtliche Schritte gegen das Airline-Management einzuleiten und eine Zwangsverwaltung zu erwirken.

Weil das Management nun eingelenkt und zugestanden hat, sich auf die Suche nach privaten Investoren zu machen, sieht die Gewerkschaft nun vorerst von diesem Schritt ab.

Ob SAA mit seiner Suche Erfolg hat, muss sich erst zeigen. Denn zum einen muss die Airline gegen staatliche Einflussnahme kämpfen, an der bisher ein Einstieg privater Investoren scheiterte. Zum anderen muss South African überhaupt Interessenten aus der Privatwirtschaft finden.
© aero.de (boa) | Abb.: Airbus | 11.07.2018 15:51


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