Tarifkonflikt
Älter als 7 Tage

Austrian sagt 40 Prozent ihrer Flüge ab

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Austrian Airbus A319, © Michael Lassbacher

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WIEN - Bei der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines weitet sich ein schwelender Tarifkonflikt aus. Die AUA streicht aufgrund der Betriebsversammlung des fliegenden Personals an diesem Donnerstag doch mehr Flüge als ursprünglich angekündigt. Statt 70 fallen nun rund 150 von 380 Flügen aus.

Da der Betriebsrat Bord die Mitarbeiter früher als geplant, und zwar bereits ab 5.30 Uhr eingeladen hat, habe die AUA gestern Abend und heute kurzfristig weitere 80 Flüge streichen müssen, begründete die Airline.

Damit fallen am Donnerstag rund 40 Prozent der Flüge aus. Laut AUA-Chef Kay Kratky sind über 12.000 Passagiere von den Streichungen betroffen.

"Die kurzfristige Ausdehnung der Kampfmaßnahmen weist deutlich daraufhin, dass das Ziel der Gewerkschaft und des Betriebsrats eine Betriebsstörung ist. Es ist für uns nicht nachvollziehbar und völlig inakzeptabel, dass höhere Gehaltsforderungen noch dazu bei einem verschärften Wettbewerb auf dem Rücken unserer Kunden ausgetragen werden", sagte Kratky laut einer Mitteilung.

Der Betriebsrat für das AUA-Flugpersonal hatte ursprünglich für den 6. und 7. März Betriebsversammlungen angesetzt, diese aber kurzfristig aufgrund von Krankheit verschoben. Die 140 im Vorfeld abgesagten Flüge fielen dennoch aus. 10.000 Passagiere waren betroffen.

Die Betriebsversammlungen wurden einberufen, weil die laufenden Verhandlungen stocken. Auch eine Streikdrohung steht im Raum. Das Unternehmen bietet unter anderem eine Gehaltserhöhung von 2,1 Prozent an, Betriebsrat und Gewerkschaft fordern mehr.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Michael Lassbacher | 22.03.2018 09:12

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Beitrag vom 22.03.2018 - 22:15 Uhr
Nein, keine Info. Ich habe wirklich viel recherchiert, aber "ständig wiederholt" sind mir diese Zahlen nicht unter gekommen. Es gibt sie nur in diesem einen Kommentar auf  http://www.austrianaviation.net Die schreiben selbst regelmäßig über den Tarifkonflikt, aber nie mit Zahlen der vida Forderung. Warum dann im Kommentar? Das passt irgendwie nicht.
Beitrag vom 22.03.2018 - 20:15 Uhr
Kennt jemand konkret die Forderungen?

50% oder 25% habe ich schon als Arbeitgeberpropaganda gehört und dann traf es kleine Gruppen in spezifischen Situationen… wurde aber ständig wiederholt um die AN zu diskreditieren und öffentlich unter Druck zu setzen.


Beitrag vom 22.03.2018 - 19:46 Uhr
@sf260 Tolle Ansicht. So könnte man auch umgekehrt argumentieren. Jeder fühlt sich als das Zentrum der Produktionskette! Für das Management sind die AN das lästige Übel, für die AN ist es das Management. Aber keiner kann ohne den Anderen. Wann geht das endlich in die Köpfe rein?
Zu Ihrem Argument... wenn ich in schlechten Zeiten gebe und das Zurückgeben in Guten nicht verhandelt habe, dann hat die GW gepennt. Die Mechanismen sollten bekannt sein.
Klar will jeder mehr, egal welcher Hintergrund. Aber sieht denn auch jeder die Realitäten? Die LCCs fallen in VIE ein wie die Heuschrecken. Das kostet locker 50% des P2P Verkehrs. Die AUA Kollegen verdienen nicht gut, aber der Rest ist viel effizienter. AUA hat die niedrigsten Gehälter im LH Group, mal EWE ausgenommen. Aber es reicht nicht. Was wäre denn Ihr Vorschlag für die Verhandlungen? Aggressives, billiges Umfeld, wie geht man damit um? Ich können den Kollegen jeden Euro extra, aber die Realität geht ja nicht weg. Also was tun? Das würde mich wirklich interessieren.


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