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CFM bremst Expansionsdrang von Airbus und Boeing

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Erstflug des Airbus A320neo mit CFM International LEAP-1A Triebwerken, © Airbus S.A.S.

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FARNBOROUGH - Einer der größten Triebwerkshersteller hat eine Botschaft an die Flugzeugbauer Airbus und Boeing, die den nächsten Produktionsschub für ihre Verkaufsschlager A320neo und 737 durchrechnen: nicht so schnell. CFM bittet sich mit der Entscheidung über höhere Stückzahlen noch mindestens ein Jahr Zeit aus.

Eine Stablisierung der Lieferketten und die Abstellung von Lieferverzögerungen haben Vorrang vor neuen Hochlaufzielen, sagte CFM-Manager Sebastien Imbourg auf der Luftfahrtmesse von Farnborough.

Der Absatz der Boeing 737 MAX und der Airbus A320neo-Familie boomt und die Produktion ist bis Anfang der 2020er Jahre überverkauft, selbst bei den bereits beschlossenen Anhebungen auf etwa 60 Jets pro Monat. Airbus würde die Endlinien daher gerne beschleunigen - Konzernchef Tom Enders stellte eine Taktzahl von 70 oder sogar 75 A320neo pro Monat in den Raum.

"Wir diskutieren ständig mit den Fluggesellschaften über ihre Anforderungen", sagte Imbourg bei einem Briefing im Vorfeld der Farnborough Airshow. "Heute werden wir uns nicht zu einer höheren Rate verpflichten. Wir betrachten kontinuierlich die Lieferkette. Wir befinden uns bereits mitten in einem unglaublichen Hochlauf."

CFM will in diesem Jahr rund 2.100 Triebwerke ausliefern, die höchste Leistung in der bisherigen Unternehmensgeschichte. Darin enthalten sind 1.100 Antriebe der neuen LEAP-Varianten, die den Airbus A320neo und die 737 MAX antreiben, sowie 1.050 CFM56-Triebwerke für die Vorgängergeneration der Flugzeuge.

Dieser Monat markiert den Übergangspunkt, an dem CFM erstmals mehr LEAP als CFM56 bauen wird. CFM hinkt den Lieferzusagen für die LEAP-Triebwerke hinterher, hat zuletzt aber wieder etwas Boden gut gemacht: sechs bis sieben Wochen Verzug Anfang 2018 dämmte der Hersteller inzwischen auf vier bis fünf Wochen ein.

Konkurrent Pratt & Whitney hält Airlines und Airbus auch über zwei Jahre nach der Indienststellung seines A320neo-Triebwerks PW1100G mit Qualitätsproblemen in Atem. Auch das LEAP-Triebwerk blieb nicht von Kinderkrankheiten verschont - zuletzt löste sich eine Beschichtung, die ersetzt werden musste.

"Ein angenehmes Problem"

Airlines weichen wegen der Verzögerungen vermehrt auf Standardantriebe aus -
Airbus sah sich mit einer höheren Nachfrage nach konventionellen A320ceo konfrontiert, was CFM veranlasste, 400 bis 500 mehr CFM56 zu produzieren als veranschlagt, sagte CFM Chief Executive Officer Gael Meheust auf dem Briefing.

"Das ist ein angenehmes Problem", sagte Meheust.
© Bloomberg, aero.de, DeepL | Abb.: CFM | 16.07.2018 10:27


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