Zirka 300 Flugausfälle
Älter als 7 Tage

Zweiter Tag des Ryanair-Streiks ohne größere Zwischenfälle

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Ryanair Boeing 737-800, © Ryanair

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MADRID - Der 48-stündige Streik der Flugbegleiter des Billigfliegers Ryanair in mehreren europäischen Ländern hat am zweiten Tag nur noch wenige Reisende überrascht. Im Gegensatz zum Vortag wurden am Donnerstag in Spanien, Portugal und Belgien nur wenige Flugverbindungen kurzfristig gestrichen.

Das teilte der Flughafen Brüssel mit, Medien berichten darüber unter Berufung auf die Luftverkehrsbehörden. Nirgendwo habe es größere Zwischenfälle oder Proteste gegeben, hieß es. Entschädigungen für ausgefallene Flüge oder Verspätungen infolge des Streiks, der um Mitternacht endet, will Ryanair aber nicht bezahlen.

In Italien, das am Mittwoch von kurzfristigen Ausfällen mitten in der Ferienzeit besonders betroffen war, war der Ausstand schon nach 24 Stunden zu Ende gegangen. Auch an mehreren deutschen Flughäfen fielen am Mittwoch und Donnerstag Flugverbindungen aus.

Nach Angaben von Ryanair sollten wegen des Streiks am Donnerstag insgesamt 300 Flüge programmgemäß ausfallen, davon 200 allein in Spanien. Darüber hinaus habe es vorerst keine sonstigen Störungen gegeben, alle programmierten Flüge würden normal durchgeführt, teilte die irische Airline in einer ersten Bilanz am Donnerstag auf Twitter mit. 

Der Ausstand geht um Mitternacht zu Ende, verkündete die spanische Gewerkschaft SITCPLA auf Twitter. Die Flugbegleiter fordern bessere Arbeitsbedingungen, darunter mehr Geld. Ryanair droht seinerseits mit Stellenstreichungen.

Ryanair hatte versichert, alle 50.000 betroffenen Passagiere seien rechtzeitig umgebucht oder hätten den Preis des Flugtickets zurückerhalten. Darüber hinaus will man für Flugausfälle und -verspätungen infolge des aktuellen Streiks aber keine Entschädigungen zahlen.

Von der Arbeitsniederlegung war auch Mallorca betroffen. Auf der spanischen Urlaubsinsel wurden am Donnerstagvormittag zwei Ryanair-Flüge von Brüssel nach Palma sowie von Palma nach Brüssel gestrichen, wie ein Sprecher des Flughafens Son Sant Joan in Palma der Deutschen Presse-Agentur sagte. 

Brüssel: 22 von 40 Verbindungen gestrichen


Die Lage am Flughafen sei "normal". Nach Schätzung des Regionalblattes "Ultima Hora" waren vom Streik auf Mallorca 22.000 Passagiere betroffen. An den beiden größten Flughäfen Spaniens in Madrid und Barcelona gebe es "keine besonderen Vorkommnisse", sagten Sprecher. 

Am zweiten Tag des Ausstandes fielen auch in Portugal und Belgien viele Flüge aus. Am Brüsseler Flughafen wurden am Donnerstag 22 der 40 Flugverbindungen gestrichen, wie eine Sprecherin sagte. Rund 4.200 Passagiere konnten ihre Reise nicht antreten oder mussten auf einen anderen Flug umbuchen. 

Am Mittwoch hatte Europas größte Billig-Airline wegen der fehlenden Flugbegleiter europaweit bereits um die 500 Verbindungen ausfallen lassen. Angekündigt waren ursprünglich nur 300 Flugausfälle. 

Die meisten Passagiere, die betroffen waren, hatten vorher per SMS oder Email Bescheid bekommen. Für viel Unmut und Frust sorgten aber die vielen kurzfristigen Ausfälle.
© dpa | Abb.: Ryanair | 26.07.2018 14:42


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