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JetSMART kauft sich in argentinische Routen ein

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JetSmart Airbus A320, © JetSmart

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SANTIAGO DE CHILE - Seit Juli hat die junge chilenische Billigairline JetSMART das OK für Routen zwischen Chile und Argentinien. Fast gleichzeitig hat JetSMART das argentinische Airlinephantom "Alas del Sur" gekauft - und damit das Recht, weitere 21 Inlands- und internationale Routen zu bedienen.

In Argentinien stellen Airlines und Geschäftsleute mit Luftfahrtambitionen ihren Antrag auf eine Starterlaubnis in öffentlichen Anhörungen. 2016 fand zum ersten Mal - seitdem die Regierung Mauricio Macris die "Revolution der Lüfte" ausgerufen hat - eine solche Anhörung statt.

Mit dabei: Damián Toscano mit seinem Projekt "Alas del Sur". Wenige Wochen später hat die argentinische Luftfahrtbehörde ANAC Toscano die Erlaubnis erteilt, auf zwölf nationalen und neun internationalen Routen zu fliegen. Eine überschaubare Zahl, doch die Rechte haben es in sich.

So finden sich in der Liste die Linien Córdoba-Rosario-Asunción-Miami, Córdoba-Rosario-Santiago de Chile-Miami, Córdoba-Buenos Aires-Los Angeles-Shanghai und Córdoba-Buenos Aires-Rom.

JetSMART sichert sich Spitzenposition

Seitdem "Alas del Sur" 2016 die offizielle Starterlaubnis bekommen hat, ist jedoch kein einziges Flugzeug für sie geflogen - das Projekt hat den Planungsstatus nie überschritten.

Auch seine Geschäftspartner hat Toscano entgegen seiner Ankündigung bei der Anhörung nie bekanntgegeben. Argentinische Medien spekulierten, dass chinesische Investoren hinter dem Projekt stecken könnten.

Nun ist Indigo Partners zum Zug gekommen. Ob ihr chilenisches Startup JetSMART von Anfang an die Fäden gezogen hat, ist dabei unklar. Sicher ist dagegen, dass die Airline sich mit dem Kauf der "Alas del Sur" relativ bequem eine Spitzenposition auf dem argentinischen Markt gesichert hat. Seit Ende Juli firmiert "Alas del Sur" offiziell unter dem Namen JetSMART.

Ebenfalls im Juli 2018 hat die argentinische Regierung die Preissperre für Billigairlines aufgehoben - Aerolíneas Argentinas darf nun unterboten werden.

Die Routen der ehemaligen "Alas del Sur" könnten JetSMART auf dem Weg zu einer der größten Billigairlines der Region ordentlichen Antrieb verleihen - mit offenen Grenzen in Richtung USA und Asien.

Genügend Gerät dafür hat sie jedenfalls in Aussicht: Indigo Partners, zu denen auch die ungarische Wizz Air, die mexikanische Volaris und die US-amerikanische Frontier Airlines gehört, hat auf der letzten Dubai Air Show 430 Airbus-Flugzeuge der A320-Familie bestellt - 76 davon sind für JetSMART reserviert.
© aero.de | Abb.: JetSMART | 25.07.2018 08:19


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