Chaos zum Ferienbeginn
Älter als 7 Tage

Viele offene Fragen nach Sicherheitspanne in München

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Chaos am Flughafen München, © aero.de/JS

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MÜNCHEN - Nach einem chaotischen Wochenende am Flughafen München wollen die Behörden die folgenschwere Panne bei einer Sicherheitskontrolle aufklären. Man arbeite daran, die Details des Vorfalls umfassend zu durchleuchten, sagte eine Sprecherin der Regierung von Oberbayern.

Weil eine Frau unkontrolliert in den Sicherheitsbereich einer Abflughalle gelangt war, hatte die Bundespolizei am Samstag das Terminal 2 und das dazugehörige sogenannte Satelliten-Terminal geräumt. In der Folge fielen Hunderte Flüge aus oder verspäteten sich teils erheblich.

Mehr als 32.000 Passagiere waren in der Hauptreisewelle zu Beginn der Sommerferien in Bayern betroffen.

Viele Fragen blieben nach dem Wochenende zunächst ungeklärt. So war völlig offen, wieso die Frau - ohne von Sicherheitsleuten kontrolliert worden zu sein - in den gesicherten Bereich gelangen konnte. Es stand auch nicht fest, ob die Frau womöglich vorsätzlich die Abflughalle betreten hatte. Die Sprecherin der Bezirksregierung sprach lediglich von einem individuellen Versäumnis des Sicherheitspersonals.

Rund 330 Flüge waren infolge der Panne ausgefallen. Der wirtschaftliche Schaden für die Airlines und den Flughafen dürfte in die Millionen gehen. Weder der Flughafen noch die hauptsächlich betroffene Fluggesellschaft, die Lufthansa, konnten dazu Angaben machen.

Betroffene Passagiere können sich mit finanziellen Forderungen an die Lufthansa wenden. Ein Unternehmenssprecher verwies dabei auf die EU-Fluggastrechteverordnung. Die Frage, wer für die entstandenen finanziellen Schäden aufkommt, blieb zunächst offen. Die Bezirksregierung verwies lediglich auf die laufende Aufarbeitung des Vorfalls.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: aero.de/JS | 30.07.2018 08:08

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Beitrag vom 30.07.2018 - 17:31 Uhr
Hmneee, vielleicht eher irgendwas, was konsistent ist.
Es ist schon bizarr, dass auf der einen seite ein Megaaufriss gemacht wird und auf der andere simpelste Sachen systematisch nicht stattfinden.

Wenn Sie in VIE am Hauptbahnhof Ihren Check-in für einen innereuropäischen Flug erledigen und ihr Gepäck dort aufgeben, können Sie nach Hause gehen udn ihre Bordkarte irgendwem geben. Wer dort in das Flugzeug steigt wird nie wieder kontrolliert.
Das gleiche in Zürich, mit dem Unterschied, dass ich da auch bei der gepäckaufgabe nicht nach einem Ausweis gefragt wurde.

Ich finds OK, immerhin wollen 99,999999% der Passagiere einfach nur irgendwohin fliegen und nicht in in ein Hochhaus krachen.
Und bei dem Rest würde ich einfach drauf setzen, dass es mich nicht erwischt.

Aber wenn man No-fly Listen aufstellt etc. und sich davon was erhofft, ist das schon schräg.

Ich Kapier auch nicht, dass an manchen Flughäfen die Nagelfeilen einkassiert werden, und drei Meter weiter kann man Literflaschen aus Glass kaufen, die man mit in die Kabine nimmt.
¯_(ツ)_/¯
Beitrag vom 30.07.2018 - 15:41 Uhr
Ich denke da gerade an einen kürzlichen Flug eines gewissen Ali B. aus Wiesbaden, der von Düsseldorf zunächst in die Türkei geflogen ist.

Das heißt Sie verlangen noch strengere/gründlichere Kontrollen an den Flughäfen?
Noch höhere Sicherheitsgebühren?
Statt 3 dann 6 Stunden Warteizeit bis zum Sicherheitsbereich?
In Zukunft dann Ankunft am Flughafen einen Tag vor Abflug?
Beitrag vom 30.07.2018 - 13:50 Uhr
Ich denke da gerade an einen kürzlichen Flug eines gewissen Ali B. aus Wiesbaden, der von Düsseldorf zunächst in die Türkei geflogen ist.


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