Lion Air wird Erstkunde
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Jet Airways interessiert sich für die Boeing 737 MAX 10

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Jet Airways Boeing 737 MAX 8, © The Boeing Company

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MUMBAI - Der Lufthansa-Partner Jet Airways führt Gespräche über den Kauf von 50 Mittelstreckenjets im Wert von mindestens 5,6 Milliarden US-Dollar, wie ein Insider berichtet. Demzufolge wägt die Airline derzeit zwischen der größten Boeing 737 MAX und dem Airbus A321neo ab.

Favorit sei momentan die 737 MAX, wie der Insider berichtet. Weil die Gespräche vertraulich sind, möchte er nicht genannt werden. Die Schmalrumpfflugzeuge in der Jet Airways-Flotte, Indiens größter Rundumservice-Airline, stammen ausschließlich vom Hersteller Boeing. Jet Airways hat bereits eine Bestellung für die MAX 8, dem beliebtesten Vertreter der neuen Modellgeneration, laufen.

Dem Informanten zufolge analysiert Jet Airways derzeit zwei Boeing-Modelle: die MAX 200 mit dichtbestuhlter Kabine, die auch Ryanair nutzen wird, und die MAX 10, eine zweifach gestreckte Version, die Boeing in diesem Monat in Paris vorstellen dürfte.

Erstkunde des 190- bis 230-Sitzers, mit dem Boeing zur A321neo aufschließen will, soll auf der Paris Air Show der indonesische Günstigflieger Lion Air werden. Die Airline plane eine Bestellung, bestätigte Airlinechef Edward Sirait gegenüber "Reuters".

Jet Airways könnte rasch nachziehen und einen Deal innerhalb der kommenden zwei Monate unterzeichnen, sagte der Informant. Ziel der Lieferung: ab 2024.

Jet Airways wird sich nicht zu den Spekulationen äußern, teilte ein Sprecher per Email mit. Die Airline prüfe ständig, ob ihre Flotte Anforderungen und Nachfrage gewachsen ist. Auch ein Vertreter von Boeing wollte keine Angaben zu konkreten Verhandlungen machen. Sein Unternehmen führe permanent Gespräche mit indischen Airlines über deren Bedarf, schrieb er per Email. Ein Airbus Sprecher wollte keinen Kommentar abgeben.

Etihad Airways, die nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, hält einen Anteil von 24 Prozent an Jet Airways.

Mit dem zunehmenden Wettbewerb in Indien erweitert Jet Airways ihre Flotte. Im weltweiten Vergleich ist der indische Flugverkehrsmarkt einer der am schnellsten wachsenden – im Wettbewerb um Passagiere bieten Fluggesellschaften Billigtarife an, die ihre Kosten nicht decken.

Das indische Flugunternehmen verzeichnete zum ersten Mal in sieben Jahren einen Jahresgewinn zwischen März 2015 und März 2016. Das lag hauptsächlich am Verfall der Ölpreise, einem der größten Kostenfaktoren einer Airline.

Asiatische Airlines bestellen hunderte neuer Flugzeuge und versuchen so, der steigenden Nachfrage einer wachsenden Mittelschicht gerecht zu werden, die einen größeren Teil ihres verfügbaren Einkommens für Reisen ausgibt. Der indische Marktführer IndiGo hat 430 A320neo Flugzeuge bestellt und führt Verhandlungen, 50 ATR turboprop-Regionalverkehrsflugzeuge zu kaufen.

Die Günstigairline SpiceJet hat 205 Boeing Jets bestellt. Jet Airways erwartet ab dem kommenden Jahr eine Lieferung von insgesamt 75 MAX 8. Der aktuelle Listenpreis einer MAX 8 beträgt 112,4 Millionen US-Dollar – vor Abzug des handelsüblichen Rabattes für Großkunden.

Jet Airways nutzt 777 länger

Jet Airways verhandelt nach Angaben des Insiders außerdem darüber, die Lieferung von zehn 787 Dreamlinern um zwei oder drei Jahre zu verschieben – die Airline will demnach ihre relativ neuen 777 Jets noch ein paar Jahre verwenden.

Jet Airways hatte die Bestellung der 787 im Jahr 2007 aufgegeben und den Lieferbeginn eit 2011 mehrfach verschoben. In etwa drei Jahren sollen dem Informanten zufolge die A330 aus der Flotte ausgemustert werden.
© Bloomberg News, aero.de (boa) | Abb.: Boeing | 07.06.2017 08:23

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Beitrag vom 07.06.2017 - 11:20 Uhr
Ab 2024. Bis dahin ist der Zug längst abgefahren und Airbus kann an der 321 wieder was verbessern/nachschieben um den alten Abstand zu wahren.


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