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Thomas Winkelmann verlässt Air Berlin noch 2018

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Thomas Winkelmann, © FMG

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BERLIN - Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann verlässt nach einigem Hin und Her doch vorzeitig die insolvente Fluggesellschaft.

Der 58-Jährige und Insolvenzverwalter Lucas Flöther lösten den Vertrag in beiderseitigem Einvernehmen zum Jahresende auf, wie Flöther am Dienstag in Berlin mitteilte. Laut Vertrag hätte Winkelmann bis 2021 im Amt bleiben sollen.

Einst hatte es geheißen, er gebe den Posten im April dieses Jahres ab. Dann sollte er doch auf "unabsehbare Zeit" bleiben, um bei der Abwicklung der ehemals zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft zu helfen. Nun könne er sich ab kommendem Jahr neuen beruflichen Aufgaben widmen, erklärte Noch-Airline-Chef Winkelmann. Ein Ersatz ist nicht nötig. Die Entscheidungsgewalt liegt seit der Insolvenz rechtlich gesehen komplett bei Verwalter Flöther.

Air Berlin hatte im August 2017 Insolvenz angemeldet und im Oktober den Flugbetrieb eingestellt. Große Teile gingen an die Lufthansa. Von der größten deutschen Airline war Winkelmann erst Anfang 2017 und damit wenige Monate vor der Insolvenz zu Air Berlin gewechselt.

Air Berlin wird nach Einschätzung der Insolvenzverwaltung frühestens in zehn Jahren komplett verschwinden. Derzeit arbeiten noch mehr als 100 Beschäftigte bei dem Unternehmen und unterstützen bei der Abwicklung. Winkelmanns Gehaltsansprüche von bis zu 4,5 Millionen Euro waren über eine Bankgarantie bis 2021 gesichert.

Dieser Fakt hatte zuletzt für Kritik gesorgt. Mit dem vorzeitigen Ausscheiden verzichtet er auf einen Teil dieser Ansprüche. Das komme den Gläubigern von Air Berlin zugute, erklärte Flöther. Auf wie viel Gehalt Winkelmann verzichtet, wollte der Insolvenzverwalter mit Verweis auf das vereinbarte Stillschweigen nicht sagen.
© dpa-AFX, aero.de | 31.07.2018 15:09

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Beitrag vom 04.08.2018 - 09:17 Uhr
Mann oh Mann. Wieviel Frust muss man mit sich rumtragen um sich so an diesem Herrn abzuarbeiten? Ich weiß immer noch nicht was er getan hat, woran genau ist er schuld? Alle mit der LH Theorie sollte heute mal im Spiegel stöbern.
Schönes Wochenende noch.
Beitrag vom 03.08.2018 - 22:48 Uhr
Leiter eines Beirates (eines kleineren Betriebes), Aufsichtsratmitglied (einer grösseren Gesellschaft) sind keine hochbezahlten Jobs - zu Winkelmann's aktiven LH-Zeiten wohl kaum der Rede wert.
Hat Winkelmann es nötig, dass derartige Kleinigkeiten in die Presse kommen?

Dieser Beitrag wurde am 03.08.2018 23:24 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.08.2018 - 17:50 Uhr
Mal kucken welche unnoetige aber hochbezahlte Position er jetzt bei Lufthansa bekommt

Lufthansa ist es nicht geworden, hochbezahlt mit Fragezeichen, aber im nächsten Jahr darf er wieder in der Luftfahrt arbeiten. 3 Tage hat es gedauert, nicht schlecht, oder? Gute Manager gehen eben weg wie warme Semmeln.


Dieser Beitrag wurde am 03.08.2018 17:51 Uhr bearbeitet.


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