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Neue Verhandlungen für Ryanair-Flugbegleiter

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Ryanair Boeing 737-800, © Stansted Airport

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FRANKFURT - Vor neuen Tarifverhandlungen für rund 1.000 Flugbegleiter von Ryanair zeigt sich die Gewerkschaft Verdi skeptisch. 

Das Angebot des Billigfliegers aus der ersten Verhandlungsrunde sei "ausgesprochen enttäuschend", erklärte Verhandlungsführerin Mira Neumaier am Mittwoch. In den Gesprächen am in Berlin werde es nun vorrangig um Leiharbeit gehen.

Ryanair habe nationale Verträge erst bis 2022 vorgeschlagen und lehne die Einführung von Betriebsräten ab, kritisierte Neumaier. Das bisherige Entgeltangebot sehe für 2018 und 2021 keine weiteren Erhöhungen vor. 

Für 2019 solle eine bestehende Leistungsprämie umgewandelt und das Gehalt nur um 50 Cent je Flugstunde angehoben werden. Für 2020 biete Ryanair ein Gehaltsplus von 41 Euro pro Monat. Das sei "völlig inakzeptabel".

Immerhin habe Ryanair zugesichert, bei saisonalen Freistellungen die Sozialversicherungsbeiträge zu übernehmen. Verdi verlangt substanzielle Gehaltssteigerungen für die rund 1000 Flugbegleiter, die in Deutschland stationiert sind. Die Gewerkschaft will auch gegen Befristungen, Leiharbeit und kurzfristige Versetzungen angehen.

Verdi hatte kritisiert, einige Vollzeit-Angestellte könnten durch saisonale Schwankungen und fehlende Einsatz-Garantien als Grundgehalt monatlich nur bis zu 1000 Euro brutto erhalten. Ryanair wies dies als unwahr zurück. Das Kabinenpersonal bekomme bis zu 40 000 Euro im Jahr. Mit der Airline verhandelt auch die Gewerkschaft Ufo.
© dpa | 05.09.2018 13:21


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