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IndiGo nimmt Kurs auf London-Gatwick

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IndiGo Airbus A320neo, © Airbus S.A.S.

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LONDON - Jet Airways ist finanziell gelähmt, Air India erneut auf Steuergelder angewiesen. Mitten in der Krise der Konkurrenten setzt Indiens inzwischen größte Airline zum Sprung in das internationale Langstreckengeschäft an: IndiGo hat neue Streckenrechten beantragt und Slots geblockt.

Rangun (Myanmar), Istanbul, Riad und London-Gatwick führen die Kandidatenliste für die nächsten internationalen Ziele von IndiGo an, meldet die Wirtschaftszeitung "Financial Express". Die Zeitung beruft sich auf Insider aus dem Umfeld der IndiGo-Holding Interglobe Aviation.

Demnach hat IndiGo intern Stellen für Entsendungen von Mitarbeitern an die vier genannten Flughäfen ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist endete am Montag.

Es sei noch offen, ob IndiGo bereits im Winter die Flüge aufnimmt oder erst im Frühjahr 2019. Das hängt von termingerechten Auslieferungen neuer Airbus A321neo und A321LR ab, mit denen IndiGo die Langstrecke erschließen will. Nach früheren Planungen erwartete IndiGo die ersten der 25 Flugzeuge ab November 2018.

IndiGo fliegt international unter anderem bereits Singapur und Colombo (Sri Lanka) an. "Wir haben kürzlich Kuwait und Abu Dhabi (jeweils ab Oktober, Red.) angekündigt", sagte ein Airlinesprecher dem "Financial Express". "IndiGo wird weitere Flüge zu Städten aus der zweiten oder dritten Reihe und kürzere Langstrecken prüfen."

##chaviation[6e]## Die geplanten Flüge nach Abu Dhabi stehen in direkter Konkurrenz zu Jet Airways. Eine Günstigverbindung nach London könnte Air India und Jet Airways Passagiere kosten - und IndiGo denkt bereits weiter.

"Unsere neuen A321neo, die gegen Jahresende eintreffen werden, versetzen uns in die Lage, (...) Städte in China, dem Nahen Osten und in Südostasien anzufliegen", sagte Airlinegründer und Übergangs-CEO Rahul Bhatia nach Vorlage der Zahlen für das erste Quartal.

Nach Medienberichten prüft IndiGo für die nächsten Stufen der internationalen Expansion den Aufbau einer Airbus A330neo Großraumflotte mit bis zu 50 Flugzeugen. Intern ist die Erweiterung des Geschäftsmodells nicht unumstritten - denn bisher ist IndiGo vor allem mit günstigen Inlandsflügen sehr erfolgreich.

Der langjährige IndiGo-Chef Aditya Ghosh trat im April zurück, nachdem IndiGo auch mit anderen Prinzipien gebrochen hatte: die Airline erweiterte ihre standardisierte Airbus A320-Flotte um Turboprops von ATR, kaufte Flugzeuge direkt anstatt sie zu leasen und rechnete kurzzeitig sogar eine Teilübernahme von Air India durch.
© aero.de | Abb.: IndiGo | 11.09.2018 09:16


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