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Lufthansa stärkt Italien-Experten Air Dolomiti

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Air Dolomiti Embraer E195, © Deutsche Lufthansa AG

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MÜNCHEN - Lufthansa entfernt sich von einer Alitalia-Übernahme und wird 100 Millionen Euro in den hauseigenen Italien-Experten Air Dolomiti pumpen. Die Airline soll ihre Flotte auf zwanzig Embraer E195 verdoppeln und Flugfrequenzen an die deutschen Lufthansa-Hubs erhöhen.

Air Dolomiti spielte in der Lufthansa-Strategie bislang eher eine Nebenrolle. Seit 2003 gehört die Airline zum Kranichkonzern. Mit 450 Flügen pro Woche befördert Air Dolomiti pro Jahr zwei Millionen Passagiere auf Strecken zwischen italienischen Flughäfen und den Lufthansa-Langstrecken-Hubs Frankfurt und München.

In einem Interview mit "L`Economia" skizziert der deutsche Air-Dolomiti-Chef Jörg Eberhart strategische Eckpunkte der nächsten fünf Jahre: Air Dolimiti kann mit bis zu zehn weiteren Embraer E195 rechnen, um die Zubringerfrequenzen an die Lufthansa-Langstrecke zu verdichen. "Wir denken auch an neue Flughäfen, Mailand steht ganz oben auf der Liste."

##chaviation[en]## Lufthansa ist die zusätzliche Konnektivität zu den italienischen Flughäfen 100 Millionen Euro wert.

Von einer geplanten Übernahme der insolventen Alitalia rückte Lufthansa zuletzt ab. Hier sei die Regierung in Rom am Zug, sagte Lufthansa-Finanzchef Ulrik Svensson. Lufthansa habe in ihrem Konzept eine sehr viel kleinere Gesellschaft mit viel geringeren Kosten vorgeschlagen.

Zuletzt hatte die rechtspopulistische Regierung im Rom betont, die Mehrheit in italienischer Hand halten und möglichst viele Jobs sichern zu wollen. Neue Geldgeber für Alitalia sucht die Regierung mittlerweile in Fernost.
© aero.de | Abb.: Lufthansa, Robert Orr | 25.09.2018 15:25

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Beitrag vom 26.09.2018 - 08:27 Uhr
Noch ein interessanter Aspekt. Lufthansa besitzt seit 2003 100% an Air Dolomiti. Man kennt also das Unternehmen. Man kennt die Bilanzen und die Strecken. Während Ideen wie LH Italy Flops waren, hat Air Dolomiti immer geliefert. Man kann also nicht sagen das die LH Strategie in Italien grundsätzlich ein Flop war (wie zuvor im Chat behauptet)
Beitrag vom 26.09.2018 - 08:20 Uhr
Das man im LH Management erst jetzt darauf kommt. Air Dolomiti ist ein Kronjuwel. Nichts einfacheres als dort zu investieren und schön Gewinne einzufahren. Und der norditalienische Markt ist superinteressant. Keine Risiken, ganz anders als eine Beteiligung an Alitalia. 100 Mio Investment in Air Dolomiti werden auch mehr rentieren als 100 Mio Investment in eurowings
Beitrag vom 26.09.2018 - 08:03 Uhr
Air Dolomiti sollte mMn auch innereuropäische Direktverbindungen zu Zielen anbieten, bei denen man den Flieger annähernd gefüllt bekommt und nicht in MUC oder FRA umsteigen muss. Eine E195 sollte man in Mailand oder Rom doch für einige Ziele auslasten können. London, Paris, Barcelona, Berlin um nur einige zu nennen.

Im Punkt zu Punkt Geschäft ist Ryanair in Italien sehr stark, da macht ein Konkurrenzangebot von Air Dolomiti keinen Sinn. Es ist ein Zubringer zu den Hubs der Lufthansa und meinetwegen Austrian und Swiss. Es gibt genug Flughäfen in Italien, die dafür bedient werden können
Was soll man mit der LH, wenn es eine Alternative durch Air Italy gibt?
Das Preis/Leistungsverhältnis ist bei Air Italy unschlagbar. Die LH versucht in Italien stärker Fuß zu fassen, bevor sich die Türen schließen. Wäre man mal früher drauf gekommen. Die 30 avisierten Dreamliner werden den Markt in Italien umkrempeln. Reicht es nicht, dann kommen eben noch die 30 789 von Qatar. Ist ja nicht wie bei armen Leuten. Hinsichtlich der Langstrecken wird in Italien kaum noch was an Mailand vorbeifliegen.


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