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Durchbruch im Tarifkonflikt bei Air France

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Air France Boeing 787-9, © Air France-KLM

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PARIS - Der langwierige und kostspielige Tarifstreit bei Air France ist beendet. Die Gewerkschaften stimmten mehrheitlich einer Gehaltserhöhung von jeweils zwei Prozent rückwirkend für 2018 sowie für 2019 zu, teilte die Fluggesellschaft am Freitag in Paris mit.

Der monatelange Tarifkonflikt hatte das französisch-niederländische Unternehmen in eine schwere Krise gestürzt. 15 Streiktage für eine größere Gehaltserhöhung im ersten Halbjahr hatten den Konzern 335 Millionen Euro gekostet.

Im Mai war Konzernchef Jean-Marc Janaillac zurückgetreten, nachdem die Mitarbeiter einen Gehaltsvorschlag der Firmenspitze in einer Abstimmung abgelehnt hatten. Er hatte später in einem Interview die Staatsbeteiligung kritisiert, weil sie manchen Beschäftigten den Eindruck einer Unverwundbarkeit des Unternehmens gebe.

Der Kanadier Benjamin Smith, der seit Mitte September bei Air France-KLM am Steuer steht, begrüßte die Tarifeinigung und bedankte sich bei Gewerkschaften und Personal für die Qualität der Diskussionen und das Vertrauen in den vergangenen Wochen.

"Diese Art der Zusammenarbeit muss uns ermöglichen, Air France und Air France-KLM eine Perspektive für die kommenden Jahre zu geben und die Zukunft unserer Fluggesellschaften zu erarbeiten", sagte Smith.

Einen baldigen Verkauf der gut 14-prozentigen Staatsbeteiligung hatte Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire kürzlich ausgeschlossen. Erst müsse Air France saniert werden und wieder Gewinne machen.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Air France-KLM | 19.10.2018 18:15


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