Triebwerksprobleme
Älter als 7 Tage

Pratt & Whitney sucht schnelle Lösung für IndiGo

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IndiGo Airbus A320neo, © Airbus S.A.S.

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DELHI - Pratt & Whitney wird IndiGo innerhalb von vierzig Tagen Ersatzmotoren für die Airbus A320neo-Maschinen zur Verfügung stellen, die momentan wegen eines Triebwerkfehlers nicht fliegen dürfen. IndiGo hat Mitte März 2018 auf Anweisung der indischen Flugsicherheitsbehörde (DGCA) elf Flugzeuge gegroundet.

In der Folge musste die Airline hunderte Flüge streichen. IndiGo wollte den Vorgang bisher nicht kommentieren. Pratt hat auf eine "Bloomberg“-Anfrage außerhalb der Geschäftszeiten bisher nicht geantwortet.

IndiGo braucht die nun stehenden Flugzeuge dringend im Einsatz: die Airline hat wegen der Ausfälle im März bereits 600 Millionen US-Dollar an Marktwert verloren.

Der Plan, nun schnell Ersatztriebwerke bereitzustellen, würde auch Pratt & Whitney Zeit verschaffen, sein ehrgeiziges Triebwerkprogramm wieder in die Spur zu bringen, das mit Verspätungen und erzwungenen Groundings kämpft.

Pratt-Chef Robert F. Leduc teilte den Aktionären nun mit, dass die Flotte in Indien "Ende April wieder fliegen wird". Ursprünglich wollte der Triebwerkshersteller alle defekten Komponenten bis Juni ersetzen.

Das hätte bedeutet, dass einige Flugzeuge mindestens drei weitere Monate mit den betroffenen Triebwerken hätten fliegen müssen. Das Unternehmen hat zur Lösung vorgeschlagen, mindestens eines der Triebwerke durch ein älteres zu ersetzen, während es an einer dauerhaften Lösung arbeitet.

Indien hat diesen Vorschlag als inakzeptabel bezeichnet, obwohl die European Aviation Safety Agency (EASA), die zuerst für Airbus-Flugzeuge zuständig ist, wiederholt bestätigt hat, dass die Maschinen flugsicher sind, wenn nur eines der beiden Triebwerke von dem Fehler betroffen ist.

Wegen der Triebwerksprobleme mussten in Indien wiederholt Flugzeuge am Boden bleiben. IndiGo hat im vergangenen Juni mindestens sieben Flugzeuge außer Betrieb genommen, bis die Triebwerke repariert waren. Zuletzt hat die DGCA IndiGo im Februar 2018 angewiesen, drei ihrer Flugzeuge vorübergehend aus dem Verkehr zu nehmen.
© aero.de (boa), Bloomberg | Abb.: Airbus | 23.03.2018 08:13


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