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Norwegian stellt 737-Langstrecken aus Schottland ein

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Norwegian Boeing 737 MAX 8, © Norwegian

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EDINBURGH - Norwegian schließt weitere Langstrecken. Die Airline bricht 2019 ihre Zelte am Edinburgh Airport ab und stellt alle dort startenden Linien nach Nordamerika ein. Den Flügen mit Boeing 737 MAX 8 zu drei Zielen an der US-Ostküste standen laut Norwegian hohe Steuern und Gebühren im Weg.

"Nach sorgfältiger Abwägung haben wir uns zu einem Rückzug von den Transatlantikstrecken (aus Edinburgh) entschieden", bestätigte ein Norwegian-Sprecher das Ende der Langstrecken-Basis in Schottland gegenüber der Zeitung "The Scotsman".

Norwegian hatte im Juni 2017 Boeing 737-800 und später 737 MAX 8 für Flüge nach Stewart (New York), Providence (Rhode Island) und Bradley (Connecticut) in Edinburgh stationiert. Die Linie nach Bradley wurde bereits geschlossen, das Aus für Providence folgt im Oktober. Stewart steht nur noch bis Ende März 2019 im Flugplan.

Die USA-Flüge seien 2017 "in Erwartung einer Senkung der Passagiergebühren" in Schottland aufgelegt worden, sagte der Sprecher. "Wenn wir die Performance mit identischen Strecken aus Irland - wo diese Gebühren nicht anfallen - vergleichen, sind dort die Ticketpreise niedriger und die Gewinne höher."

Die schottische Regierung ist mit einem Plan gescheitert, die Passagiergebühren für USA-Flüge in Edinburgh von 75,00 auf 37,50 Pfund zu halbieren. Norwegian will auch ihr Europaangebot in Edinburgh 2019 stark zurückfahren und die Basis am Flughafen möglicherweise komplett schließen.

Rückzug aus Singapur

Die USA-Flüge wurden von Norwegian Air International durchgeführt. Der in Irland registierte Norwegian-Ableger verbuchte 2017 445 Millionen US-Dollar Verlust. Mit einem Verkauf von 60 Airbus A320neo-Slots will sich Norwegian finanziell Luft verschaffen. Übernahmeangebote des British-Airways-Konzerns IAG lehnt Norwegian bislang ab.

Erst in der Vorwoche hatte Norwegian das Ende einer weiteren, relativ jungen Langstrecke bekannt gegeben. Die vor einem Jahr aufgelegte 787-Linie London-Gatwick - Singapur wird am 12. Januar 2019 geschlossen.
© aero.de | Abb.: Norwegian | 24.09.2018 06:17

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Beitrag vom 24.09.2018 - 12:54 Uhr
Es ist eigentlich offensichtlich: die anfallenden Kosten für Infrastruktur und Flughafenpersonal sollen die Anderen zahlen, bloß nicht Norwegian.
Björn Kjos geht genau denselben Weg wie Michael O'Leary, nur das Letzterer bisher noch immer die Kurve gekriegt hat.
Ob Kjos das auch noch schafft, steht noch in den Sternen. Seine "Rednose"-Airline muß wohl noch lernen dass nicht alle Tage Weihnachten ist.


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