Flug NZ289
Älter als 7 Tage

China gängelt Air New Zealand

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Air New Zealand Boeing 787-9, © Air New Zealand

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AUCKLAND - China hat einem Dreamliner von Air New Zealand auf dem Weg nach Shanghai den Einflug in seinen Luftraum verwehrt. NZ289 kehrte wieder nach Auckland zurück. Der Airline ist ein eindeutiger administrativer Fehler unterlaufen, doch der Zwischenfall hat auch eine weltpolitische Note.

Flug NZ289 war bereits in der Luft, als China diese spezielle 787-9 von Air New Zealand abwies: die im September 2018 neu ausgelieferte ZK-NZQ "war noch nicht für Flüge nach China angemeldet", übernahm Air New Zealand die Verantwortung für den Vorfall.

China führt genau Buch über alle Flugzeuge in seinem Luftraum: Betreiber sind verpflichtet, neue Flugzeuge in ein Register einzutragen.

Die Anmeldung der "Zulu Quebec" enthielt Dokumente der neuseeländischen Luftfahrtbehörde CAA, die China offenbar missfielen. "Wie gefordert lag eine Liste der Ziele im Netz der Airline bei - einschließlich Taipeh", gab Air New Zealand einen Hinweis, woran die Eintragung in das Register im ersten Anlauf gescheitert ist.

Kampagne gegen Taiwan

Denn China zwingt Fluggesellschaften mit Blick auf Taiwan zum Kotau: die Regierung hat letztes Jahr 44 Airlines unter Androhung von Konsequenzen unmissverständlich aufgefordert, die demokratisch regierte Insel in ihren Buchungssystemen eindeutig chinesischem Staatsgebiet zuzuordnen.

Notgedrungen gaben auch Schwergewichte wie American, Delta, United, Hawaiian Airlines, Qantas, Air France-KLM und Lufthansa der Forderung nach - Lufthansa deklariert ihre Flüge nach Taipeh inzwischen mit dem Länderhinweis "Taiwan, China".

China und Air New Zealand haben sich unterdessen schnell bemüht, den Vorfall klein zu reden. Zwischen den beiden Ländern bestünden keinerlei Spannungen, versicherte die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern. Das Flugzeug sei eben nicht korrekt angemeldet gewesen. "Die Abweisung war eine Folge davon."
© Bloomberg, aero.de (boa) | Abb.: Air New Zealand | 12.02.2019 16:20

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Beitrag vom 13.02.2019 - 13:55 Uhr
Es zeigt schon die totalitäre antidemokratische fremdbestimmende Einstellung von China

Was ist daran totalitär wenn ein Flugzeug, dass keine Berechtigung für den Einflug in den chinesischen Luftraum hat, an dessen Grenze abzuweisen?

Und was genau hat das mit Demokratie oder genauer Antidemokratie zu tun?

Und wieso ist die Einstellung von China fremdbestimmt?
Beitrag vom 13.02.2019 - 11:57 Uhr
Englisch sprechen ist relativ einfach.
Englisch verstehen ist schon schwieriger und geht nur mit viel Übung (für die meisten!).

Da sind aber auch die Fluggesellschaften gefordert.
Auf der Strecke benötigt man kaum Englisch. Beim Start ist es meist sehr einfach und wenn der Marshaller nach der Landung bereitsteht, wird kaum Englisch gefordert. So lernt man aber nicht Englisch...
Welche Airlines in D bietet Prüfungen für Level 5 an?

Dieser Beitrag wurde am 13.02.2019 12:32 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 13.02.2019 - 07:29 Uhr
Sicher ist mein Eindruck nicht repräsentativ, aber ich bin in meinem Leben schon mit so manchem Kapitän geflogen, der aufgrund seines Alters eben nicht mit mehrsprachigen DVDs und YouTube aufgewachsen ist. Einige wenige hatten sogar russisch in der Schule. Deren englische Sprachkompetenz wäre mit rudimentär sehr wohlwollend umschrieben.
Im Gegenzug könnten die Chinesen uns auch zum Beispiel zur ATPL-Prüfung einladen. Die Ergebnisse wären sicher ähnlich spannend.
Ich möchte das Verhalten des chinesischen Regimes nicht relativieren, aber wer als Deutscher die Sprachkompetenzen von Kollegen anderer Nationalitäten zu verunglimpfen versucht, bedient sich trotz arg fragilen Glashauses ziemlich schwerer Steine.

But se dschörman pilots are ebel tu readback taxi instrukschns and some chinese pilots hev prufn they dont

Es verlangt keiner poetische Ergüsse oder literarische Kunst, aber wenn viele chinesische Piloten ein Problem damit haben den Satz „Taxi via A, C, left on G, give way to 320 from the right, then continue to hold short 28L on D“ nicht verstehen / zurücklesen / umsetzen können dann gehört sowas einfach nicht in ein Airliner Cockpit.
Fragen sie doch mal TRIs was die so erleben bei der Ausbildung für chinesische Airlines...


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