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Norwegian tritt Zweifeln an finanzieller Stabilität entgegen

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Norwegian Boeing 787-9, © Norwegian

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KOPENHAGEN - Norwegian muss erneut Zweifel an ihrer finanziellen Ausstattung zerstreuen. Der Preisbrecher hat einen kritischen Analystenbericht als "reine Spekulation" zurückgewiesen. Zeitgleich trennt sich die Airline von Airbus A320 und hat einige Frequenzen im Winterflugplan ausgedünnt.

"Wir verfügen über hinreichend liquide Mittel (...) und verkaufen einen Teil unserer Flotte, um unsere finanzielle Lage weiter zu verbessern", trat Norwegian am 24. Dezember einem kritischen Analystenkommentar der Danske Bank entgegen, laut dem die Airline bestimmte Kreditauflagen verletzen könnte.

Andere Stimmen mutmaßen, dass Norwegian eine Kapitalerhöhung vorbereitet. "Es wird ein sehr harter Winter", sagte der auf Skandinavien spezialisierte Airlineberater Jorgen Elnaes. "Die Konsolidierung wird sich 2019 fortsetzen, wobei Gewinne mehr zählen werden als Expansionstempo. Wenn die Firma neue Aktien ausgeben muss, wird sie das auch tun."

Norwegian selbst verweist auf "deutliche Fortschritte" eines Sparprogramms, mit dem sie ihre Kosten um 230 Millionen US-Dollar drücken will. Die Airline hat gerade einen Verkauf von fünf Airbus A320 eingefädelt. Norwegian will zudem Liefertermine für 60 Airbus A320neo verwerten und ihre Flotte in ein Joint Venture mit einem Finanzpartner auslagern.

Weniger Wet-Lease

Schadenersatzleistungen von Rolls-Royce für triebwerksbedingte Ausfälle der Teilflotte Boeing 787 werden sich laut Norwegian "ab dem ersten Quartal 2019 positiv" in der Bilanz bemerkbar machen.

Nächstes Jahr will Norwegian weitgehend ohne teure Wet-Lease-Verträge auskommen, mit denen sich die Airline über den Chaossommer 2018 gehangelt hatte. Für Flüge von Gatwick nach New York hatte Norwegian zwischenzeitlich sogar einen Airbus A380 von HiFly angemietet.

Aktuell zieht sich Norwegian aus einigen Märkten - etwa aus Singapur - wieder zurück und passt Flugfrequenzen der dünneren Winternachfrage an.

Norwegian hatte 2018 zwei Übernahmeofferten des British-Airways-Konzerns IAG zurückgewiesen. Auch Lufthansa hatte zwischenzeitlich Interesse an einem Einstieg bei Norwegian durchklingen lassen.
© aero.de, Bloomberg News | Abb.: Norwegian | 27.12.2018 08:45

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Beitrag vom 30.12.2018 - 08:44 Uhr
Reine Spekulation heisst: Ja, es stimmt - aber woher wollt ihr das wissen.
Beitrag vom 28.12.2018 - 22:50 Uhr
Es ist wohl doch mehr ran, als Norwegian zugeben will - wo Rauch ist ist aus Feuer

Denn Skandinaviern geht langsam das geld aus/ müssen Ihr Tafelsilber verhökern und hängen (weiterhin) ausschließlich am Tropf der Banken - Bilanzen seit Jahren desaströs negativ !

"Der finanziell angeschlagene Low-Coster Norwegian hat ein überfälliges Kostensenkungsprogramm angekündigt. Im Rahmen von "#Focus19" solle das Streckennetz verkleinert werden - auch habe man mit Rolls-Royce eine Einigung im Streit um Triebwerksprobleme erzielt. Einsparpotenzial: umgerechnet rund 200 Millionen Euro. Lufthansa, IAG und Ryanair hatten Interesse an der Übernahme Norwegians geäußert."


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