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Ausbau des Lübecker Flughafens soll bald beginnen

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Am Flughafen Lübeck, © Flughafen Lübeck

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LÜBECK - Nach der Zurückweisung der Klagen gegen den Ausbau des Lübecker Flughafens durch das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Schleswig gehen die Planungen des Flughafens in die nächste Phase.

Möglicherweise noch in diesem Jahr solle mit dem Bau der neuen Entwässerung begonnen werden, sagte Flughafensprecherin Stephanie Eggers. Mit der Wiederaufnahme des Linienflugbetriebs sei aber erst in zwei bis drei Jahren zu rechnen.

Das OVG hatte Mitte Juni vier Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss des Landes aus dem Jahr 2009 abgewiesen. Die schriftliche Urteilsbegründung stehe zwar noch aus, aber das Urteil sei eindeutig und eine Revision dagegen nicht zugelassen, sagte Eggers.

Die Klagen hatten fast zehn Jahre auf Eis gelegen - auch weil der Flughafenbesitzer mehrfach wechselte. Zweimal musste der Airport Insolvenz anmelden. 2016 kaufte schließlich der in der Nachbargemeinde Groß Grönau wohnende Unternehmer Winfried Stöcker den Flughafen und kündigte an, dass es dort auch wieder einen Linienbetrieb geben soll.

Der erst jetzt rechtskräftig gewordene Planfeststellungsbeschluss sieht die Erweiterung des Flughafens auf dessen Grundstück vor. Die Start- und Landebahn soll in östlicher Richtung um 95 Meter und gen Westen um 60 Meter verlängert werden. Voraussetzung dafür ist die Erneuerung der Entwässerung.

Die nächsten Ausbauschritte seien dann der Bau eines Flugzeughangars und die Erweiterung des Terminals als erste Maßnahme zur Entwicklung eines neuen Abfertigungsgebäudes. "Der Baubeginn dafür ist für nächstes Jahr geplant", sagte Eggers. Die Wiederaufnahme eines Linienverkehrs und von touristischen Flügen sei dann in zwei oder drei Jahren möglich.

Derzeit starten und landen in Lübeck nur kleinere Jets mit Geschäftsleuten und Sportflieger. "In den zurückliegenden Monaten hatten wir an manchen Tagen mehr als 200 Starts und Landungen von Privat- und Geschäftsfliegern sowie Flugschulen und Vereinen."
© dpa-AFX | 03.09.2018 05:20

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Beitrag vom 05.09.2018 - 09:53 Uhr
Vor dem Hintergrund, dass HAM 2023 an seine Grenzen stösst könnte LBC als Zweitflughafen für die Metropolregion dienen.
Mit dem stärker werden Tourismus an der Ostsee kann man auch Zielverkehr
generieren. Ideal wäre 4 mal tgl. ne Hub-Anbindung nach FRA und/oder MUC ähnlich FMO.
Beitrag vom 03.09.2018 - 07:58 Uhr
Das naechste Millionengrab...

Wann merkt auch der Letzte in Deutschland, dass das Netz unserer Airports bereits heuet viel zu dicht ist um an allen Standorten profitabel zu sein?
Beitrag vom 03.09.2018 - 06:35 Uhr
Defizitär, kein aktueller Linienverkehr, erst in 2-3 Jahren damit zu rechnen ... manm o mann, was ne Geldverschwendung. Das wird doch nie etwas ...


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