737 MAX
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Boeing: 96 Testflüge mit MCAS-Update

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Boeing 737 MAX 7, © Boeing

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DALLAS - Bei Boeing laufen die Bemühungen um eine Wiederzulassung der 737 MAX auf Hochtouren. Es seien bereits 96 Flüge mit einer Flugzeit von insgesamt über 159 Stunden zum Testen eines Updates der umstrittenen Steuerungssoftware MCAS absolviert worden, sagte Boeing-Chef Dennis Muilenburg am Donnerstag bei einer Konferenz in Dallas.

In den kommenden Wochen würden weitere Tests durchgeführt, um zu zeigen, "dass wir sämtliche Vorgaben für die Zertifizierung identifiziert und erreicht haben".

Vorläufige Ermittlungsberichte hatten darauf hingedeutet, dass die eigens für die spritsparende MAX-Neuauflage von Boeings 737-Serie entwickelte Trimmautomatik MCAS eine entscheidende Rolle bei den Abstürzen in Indonesien und Äthiopien gespielt hat.

Eigentlich soll das System dafür sorgen, in bestimmten Flugsituationen - wie einem zu steilen Aufstieg - automatisch den Anstellwinkel zu korrigieren.

Doch bisher scheint es, als ob das System bei den Unglücken durch falsche Sensordaten fälschlicherweise aktiviert wurde und bewirkte, dass der Bordcomputer die Maschinen automatisch Richtung Boden lenkte.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Sebastian Steinke, Boeing | 11.04.2019 22:51

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Beitrag vom 12.04.2019 - 12:34 Uhr
Mein Gott, das ist ein Zwischenstand. Niemand hat behauptet, dass nun nach 96 Testflügen ohne Absturz alles erledigt ist. Aber statt 96 könnte da auch 5.000 stehen und es würde trotzdem erstmal gemotzt. Da macht Boeing seine Arbeit, informiert darüber und trotzdem ist alles falsch und Mist. Manchmal gewinnt man den Eindruck, dass die überwiegende Zahl der Foristen (hier und anderswo) diese Misere für Boeing förmlich zelebriert. Frei nach dem Motto "Geschieht den Amis recht."

Ich bin da relativ neutral, (hab auch keine 747 Signatur als Name)
Ja ich finde das geschieht Boeing recht. 1 Unfall kann immer passieren und daraus ist die Luftfahrt so sicher geworden wie sie heute ist.

Ein Fehler ist nach dem Lion Air Absturz alle für dumm zu verkaufen und das erst nach dem 2. Absturz erst nach Druck ernst zu nehmen.

Soetwas darf nicht sein.

Ich fühl mich zumindest bestätigt das die Zertifizierungen viel zu schnell von statten gehen.

Wie kann es sein das schon massenhaft Kunden 777x gebaut werden obwohl das test Ac noch nie in der Luft war.

Das heißt für mich das das ganze nur noch als Proforma abgetan wird und die zertifizierung einfach funktionieren MUSS.
Das unabhängig von Airbus oder Boeing.
Beitrag vom 12.04.2019 - 10:27 Uhr
Boeing leistet sich doch wieder einen unbefriedigenden PR-Auftritt.
Das ähnelt Muilenburgs Flug in der 737 MAX 7, aber 737 MAX 8 sind abgestürzt!

Was besagt die Anzahl der Flüge? Was besagt die Anzahl der Flugstunden?
Kann das MCAS für die -7 auf für die -8, -9 und -10 gleich genutzt werden?

Was wurde in MCAS bzw. in der 737 MAX geändert? Wie wird ein Fehler bei den AOA-Sensordaten erkannt etc.

Dieser Beitrag wurde am 12.04.2019 11:01 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 12.04.2019 - 10:25 Uhr
Mein Gott, das ist ein Zwischenstand. Niemand hat behauptet, dass nun nach 96 Testflügen ohne Absturz alles erledigt ist. Aber statt 96 könnte da auch 5.000 stehen und es würde trotzdem erstmal gemotzt. Da macht Boeing seine Arbeit, informiert darüber und trotzdem ist alles falsch und Mist. Manchmal gewinnt man den Eindruck, dass die überwiegende Zahl der Foristen (hier und anderswo) diese Misere für Boeing förmlich zelebriert. Frei nach dem Motto "Geschieht den Amis recht."

Naja, Boeings Verhalten war halt anfangs so dilettantisch und vertuschend, das man sich jetzt einen ironischen und schadenfrohen Unterton nicht ganz verkneifen kann.


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