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Luftfahrtgeschäft gibt United Technologies Rückenwind

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Pratt & Whitney PW1100G an Airbus A320neo, © Airbus

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FARMINGTON - Gute Aussichten für die Luftfahrt beflügeln den US-Industriekonzern United Technologies (UTC).

Nach überraschend lukrativen Geschäften im ersten Quartal legte Vorstandschef Greg Hayes am Dienstag auch die Latte für das Gesamtjahr ein Stück höher. Der um Sonderposten bereinigte Gewinn soll jetzt 7,80 bis 8,00 Dollar je Aktie erreichen.

Bisher hatte Hayes das untere Ende der Spanne bei 7,70 Dollar je Aktie gesehen. Der Umsatz soll weiter auf 75,5 bis 77 Milliarden Dollar klettern. Die UTC-Aktie reagierte positiv auf die Nachrichten. Im vorbörslichen New Yorker Handel legte sie um 3,5 Prozent zu.

United Technologies zählt mit seiner Triebwerkssparte Pratt & Whitney und dem durch die Übernahme des Flugzeugausrüsters Rockwell Collins entstandenen Bereich Collins Aerospace zu den wichtigen Zulieferern der Flugzeugbauer Boeing und Airbus. Außerdem gehören der Klima- und Kühlgerätehersteller Carrier und der Aufzugbauer Otis zu UTC. Diese beiden Bereiche will der Konzern aber als eigenständige Einheiten abspalten.

Im ersten Quartal steigerte UTC seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auch dank der Rockwell-Collins-Übernahme um gut 20 Prozent auf fast 18,4 Milliarden US-Dollar (16,4 Mrd Euro). Der Nettogewinn legte um vier Prozent auf gut 1,3 Milliarden Dollar zu. Sonderposten herausgerechnet, stieg der Gewinn je Aktie um acht Prozent auf 1,91 Dollar und übertraf damit die Erwartungen von Analysten.

Unterdessen hielt sich das Management bedeckt zu der Frage, wie sich die gebremste Produktion von Boeings Verkaufsschlager 737 Max auf sein Geschäft auswirkt. Nach zwei Abstürzen mit zusammen 346 Toten gilt weltweit ein Flugverbot für den Mittelstreckenjet, der seit dem Jahr 2017 als spritsparende Neuauflage der Boeing 737 ausgeliefert wurde.

Weil die Tests und Zulassung eines Softwareupdates noch Monate dauern sollen, hat Boeing die Produktion des Fliegers von 52 auf 42 Maschinen zurückgefahren. UTC liefert Teile für den Flieger, aber auch für das Konkurrenzmodell Airbus A320neo.

Bei dem Airbus-Jet kommen im Gegensatz zum Boeing-Flieger auch Triebwerke der UTC-Tochter Pratt & Whitney zum Einsatz, an denen auch der Münchner Triebwerksbauer MTU mitarbeitet.
© dpa-AFX, aero.de | 23.04.2019 15:38


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