Flugzeugbau
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Bombardier will seine Werke in Nordirland und Marokko verkaufen

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Bombardier Q400, © Bombardier

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BELFAST - Der kanadische Flugzeug- und Zughersteller Bombardier will seine Werke in Nordirland und Marokko verkaufen. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Bombardier wolle sein Geschäft im Flugzeugbau in eine einzelne, modernisierte Einheit umformen, so die Begründung. Es handle sich dabei aber um «großartige Werke mit enormen Kapazitäten», hieß es in der Mitteilung.

Mit rund 3600 Beschäftigten gehört der kanadische Konzern in Nordirland zu den größten Arbeitgebern. Hinzu kommen Tausende Jobs bei Zulieferern. Hergestellt werden in dem Werk in Belfast die Tragflächen für den Airbus A220. Seit 2015 wurden dort bereits 600 Arbeitsplätze abgebaut. Die Sorge, dass nun weitere Jobs verloren gehen, ist in der wirtschaftlich abgehängten Region groß.

Die Chefin der katholisch-republikanischen Sinn-Fein-Partei in Nordirland, Michelle O'Neill, bezeichnete die Ankündigung als «hochgradig besorgniserregend». Die Unsicherheit um den geplanten EU-Austritt Großbritanniens habe sich bereits schwerwiegend für die Industrie ausgewirkt. Die größte britische Gewerkschaft, Unite, kündigte an, Garantien für den Erhalt von Arbeitsplätzen mit Bombardier und der Regierung aushandeln zu wollen.
© dpa | 02.05.2019 20:45

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Beitrag vom 08.05.2019 - 17:17 Uhr
Ich hatte vor nicht all zu langer Zeit gelesen, dass sich BBD noch an einem CRJ Nachfolger versuchen wollte. Wenn es dazu jetzt nichtmal mehr reicht gute Nacht Bbd. Die Business Jets haben sich die letzten Jahre auch nur schleppend verkauft und diverse Modelle und Projekte sind eingestellt worden.

Da fürchte ich wäre dann der Zug für BBd abgefahren.


Dieser Beitrag wurde am 08.05.2019 17:18 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 08.05.2019 - 17:04 Uhr

Denke hier wird Tafelsilber verkauft um Geld für Neuentwicklungen zu haben.

Nein.
Bomba ist am Ende, die bauen noch Business Jets und das war es.
Das wird verkauft weil der Konzern nach der CS Entwicklung überschuldet ist.
Bahn und Buisness Jets, zivile Luftfahrt war einmal.

Da wird verkauft weil es strategisch nicht mehr passt. Die Dash haben sie ja schon verkauft und die CRJ sind veraltet und am Ende, besonders mit den neuen E-jets.
Beitrag vom 08.05.2019 - 16:16 Uhr
In Belfast werden die A220 Flügel produziert. Da sehe ich erstmal kaum eine direkte Gefahr für die Arbeitsstellen.Das Bbd das Werk verkaufen will könnte ja damit zu tun haben, das die A220 heute zumindestens gefühlt Airbus gehöhrt. Da würde es durchaus Sinn machen wenn Airbus oder ein Zuliefer dieses Werk übernimmt. Vielleicht eher Indiz das sich Bbd aus dem A220 Projekt stufenweise ausklingt.
Bbds Kassen sind ziemlich leer und die CRJs müssen dringenst ersetzt werden will BBd weiterhin Verkehrsflugzeuge bauen und den Markt nicht aufgeben. Ebenso bei der Q4.
Denke hier wird Tafelsilber verkauft um Geld für Neuentwicklungen zu haben.

Dieser Beitrag wurde am 08.05.2019 16:18 Uhr bearbeitet.


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