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Finnair sieht keinen Negativeffekt durch "Flugscham"

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Finnair Airbus A350-900, © Airbus

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SEOUL – In Skandinavien findet sich der Ursprung des neuen Trends "Flugscham", der vor allem junge Menschen dazu bringt, wenig oder gar nicht fliegen zu wollen. Zeitgleich hat die "Generation Greta" Fernweh - Finnair-Chef Topi Manner sieht darin keinen Widerspruch, sondern eine Chance für die Flugbranche.

"Wir erkennen das Phänomen (Flugscham, Red.) an, aber es beeinflusst unsere Verkehrszahlen nicht und wird es auch in Zukunft vermutlich nicht", sagte der neue Finnair CEO Topi Manner am Rande der IATA-Generalversammlung im Gespräch mit aero.de.

Denn ein weiterer Trend sei dass die Leute nach Erlebnissen suchten - und die seien oft nur durch Fliegen zu erreichen. Beide Entwicklungen könnten sich ausgleichen, so Manner. "Diese Diskussion ist sehr positiv, wir als Industrie und wir als Fluggesellschaft müssen mehr für Klimaschutz machen", fordert der Finnair-Chef.

Der Luftverkehr werde künftig weniger stark wachsen und sich aufgrund der veränderten Wahrnehmung, aber auch wegen der überlasteten Infrastruktur nicht mehr wie bisher in jeweils 15 bis 20 Jahren verdoppeln, so Manner. "Wir sehen eine nuanciertere, mehr auf Fakten basierende Diskussion über Klimaschutz", schildert er seine Wahrnehmung.

Damit steht er in Widerspruch zu Lufthansa-Chef Carsten Spohr, der in Seoul eine emotionaler geführte Diskussion gefordert hatte, weil Fakten zum wahren Klimaeffekt der Luftfahrt in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen würden.
© aero.de, Andreas Spaeth | Abb.: Airbus | 05.06.2019 08:05


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