Flug SN515
Älter als 7 Tage

Brussels Airlines ruft A330 über dem Atlantik zurück

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Eurowings Airbus A330-200, © Eurowings

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BRÜSSEL - Der Airbus A330 war schon lange in der Luft, als der Fehler am Boden auffiel: das für den Flug nach Washington D.C. eingesetzte Flugzeug war nicht für Flüge in die USA angemeldet. Brussels Airlines beorderte SN515 mitten über dem Atlanik vorsichtshalber zurück nach Brüssel.

Der Lufthansa-Tochter Brussels Airlines ist am Samstagmorgen ein teurer Fehler bei der Planung eines Transatlantikflugs unterlaufen: kurz vor dem Start tauschte die Airline das Fluggerät aus - anstelle der A330-200 OO-SFZ sprang mit der OO-SFL eine A330-300 für den Flug nach Dulles ein.

Bis Mai war dieses Flugzeug noch bei Lufthansa als D-AIKC angemeldet. Lufthansa reicht im Zuge einer Flottenmodernisierung derzeit mehrere A330-300 an Brussels Airlines weiter, die bei der belgischen Tochterfirma in Farben von Eurowings fliegen.

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Flug SN515 am 22. Juni 2019, © Flightware

Nur hatte Brussels Airlines ihren Neuzugang noch nicht für Flüge in die Vereinigten Staaten bei der US-Luftfahrtaufsicht FAA registriert. Als OO-SFL durfte A330-300 daher noch nicht nach Dulles fliegen. Als der Fehler bemerkt wurde, befand sich SN515 bereits über dem Atlantik, Brussels Airlines rief die Crew zurück. Auf Twitter spricht die Airline von einem "operationellen Hintergrund".

Teure Planungspanne

Der abgebrochene Überseeflug dürfte mit rund 600.000 Euro zu Buche schlagen - denn auch der Rückflug fiel aus, Passagiere haben Anspruch auf Entschädigung.

Eine ähnlicher administrativer Fehler ist Air New Zealand im Februar passiert: die Airline war mit einer noch nicht für China freigegebenen Boeing 787-9 nach Shanghai aufgebrochen. Die chinesische Flugsicherung wies den Flug ab.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: Eurowings, Flightaware | 24.06.2019 08:40

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Beitrag vom 24.06.2019 - 11:28 Uhr
Das stimmt sicherlich. Jemand hat einen Fehler gemacht. Ist aber nichts dramatisches passiert. Ärgerlich, teuer, mehr nicht. Menschen machen Fehler, wichtig ist, dass daraus eine Lehre gezogen wird.
Wer, außer mir, ist schon fehlerfrei? ;-)
esist doch ein bißchen mehr, das gibt nämlich auch etwas Vertrauensverlust, und DAS ist neben dem finanziellen - der eigentliche Schaden.
Beitrag vom 24.06.2019 - 11:00 Uhr
Das stimmt sicherlich. Jemand hat einen Fehler gemacht. Ist aber nichts dramatisches passiert. Ärgerlich, teuer, mehr nicht. Menschen machen Fehler, wichtig ist, dass daraus eine Lehre gezogen wird.
Wer, außer mir, ist schon fehlerfrei? ;-)
Beitrag vom 24.06.2019 - 10:50 Uhr
sio etwas sollte wirklich nicht passieren - bei einem Unternehmen der LH-Gruppe besonders. sorry, da hat jemand seinen Job mal richtig schlecht gemacht. Für so etwas sitzen Leute im Office.


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