Cabo Verde Airlines
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Icelandair liebäugelt mit Südatlantik-Hub

SAL - Icelandair zieht seit 2017 bei der kleinen Cabo Verde Airlines die Strippen: im März 2019 überschritten die Isländer schließlich die Schwelle zu einer Mehrheitsbeteiligung. Auf den Kapverden soll - nach isländischem Vorbild - ein transkontinentaler Flugknoten für den Südatlantik entstehen.

Icelandair kontrolliert 51 Prozent von Cabo Verde Airlines. Im Zuge einer Privatisierung trat die Regierung von Kap Verde weitere 39 Prozent privaten Investoren ab, zehn Prozent gingen an die Mitarbeiter.

Das vormals portugiesische Inselarchipel Kapverden liegt rund 700 Kilometer nordwestlich von Guinea im Südatlantik, auf halbem Weg zwischen Europa und Südamerika. Der Hauptflughafen befindet sich auf der Insel Sal. Auf den zehn Inseln leben rund 500.000 Menschen, unter anderem vom Tourismusboom.

Mitten im Südatlantik wittert Icelandair - wie auf Island - Potenzial in einem Mix aus Touristik- und Transitflügen im Transatlantikverkehr - über Sal und mit Anschluss an die Inseln Boa Vista, Praia und Santiago. Im Jahr 2017 besuchten 716.775 Touristen die Inseln, knapp ein Viertel davon kam aus Großbritannien, ein Zehntel aus Deutschland.

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Cabo Verde Airlines Boeing B757-200, © Eric Salard

Icelandair betreibt einen ACMI-Ableger: Loftleidir Icelandic verfügt über zehn Boeing-Flugzeuge der Reihen 737, 757 und 767, die auch in Venezuela und Papua-Neu Guinea fliegen. Cabo Verde Airlines (TACV) nutzt derzeit zwei von Loftleidir geleaste Boeing 757, im Inselverkehr die Binter Cabo Verde Airlines drei ATR-72. Binter CV ist eine Tochter der kanarischen Binter Airlines.

Noch dieses Jahr will Icelandair die 757-Flotte ihrer Südatlantiktochter verdoppeln und bis 2023 aus eigenen Beständen auf zwölf 757 aufstocken, die Hälfte davon ist für Stoppover-Flüge vorgesehen.

Geplant seien auch neue Nordatlantik-Routen, wie von Toronto nach Lagos, via Sal, sagte Loftleidir Vorstand Erlendur Svavarsson. Im Hintergrund: Planungen der Star-Alliance-Airline Ethiopean ihre Flüge nach Nordamerika auf einem westafrikanischen Flughafen zu bündeln.

Im Sommer 2019 bietet TACV Direktflüge nach Boston und Washington in den USA an, nach Fortaleza, Recife und Salvador in Brasilien, nach Lissabon, Paris, Mailand und Rom in Europa sowie nach Dakar, Lagos und Luanda in Afrika. Erste Stopover-Routen führen von Paris, Mailand und Rom nach Fortaleza und Salvador.
© aero.at | Abb.: Eric Salard | 20.07.2019 08:22


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