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Langstrecke bringt Air France-KLM in Schwung

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Air France, © Air France-KLM

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PARIS - Air France-KLM hat nach einem schwachen Jahresstart im zweiten Quartal wieder zugelegt. Das operative Ergebnis lag mit 400 Millionen Euro fast 16 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Mittwoch in Paris mitteilte.

Damals hatten allerdings Streiks bei Air France das Unternehmen mit 260 Millionen Euro belastet. Eine gute Nachfrage nach Langstreckenflügen trieb den Umsatz nun um gut sechs Prozent auf rund sieben Milliarden Euro nach oben.

Die Aktie von Air France-KLM legte im frühen Handel an der Börse in Paris um rund 4,2 Prozent zu. Damit ist das Papier weiter auf Erholungskurs vom Zwischentief im Juni.

Auch der Kurs Lufthansa-Aktie zog um knapp ein Prozent an. Die deutsche Airline hatte am Dienstag vor einer möglicherweise schwierigen Geschäftsentwicklung gewarnt. Die Aktie war in der Folge ans Ende des Dax gesackt und hatte den Kurs von Air France-KLM mit nach unten gezogen.

Auch der späte Ostertermin in diesem Jahr spielte Air France-KLM in die Karten. Allerdings bekam der Konzern auch gestiegene Kerosinpreise zu spüren. Eine höhere Steuerbelastung ließ zudem den Nettogewinn um gut ein Viertel auf 80 Millionen Euro einbrechen.

Im ersten Quartal hatte das Unternehmen noch von einer Steuererstattung profitiert, ohne die der damalige Quartalsverlust noch deutlich höher ausgefallen wäre.

Die Zahl der Fluggäste stieg im Zeitraum von April bis Juni um 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, die Auslastung der Maschinen legte um 1,3 Prozentpunkte zu. Außerdem lagen die Ticketpreise 0,8 Prozent höher. Das ohnehin weniger gewichtige Frachtgeschäft geriet dagegen wegen Überkapazitäten in Nordamerika und Asien weiter unter Druck.

Der Chef von Air France-KLM, Benjamin Smith, sprach von einem soliden zweiten Quartal in einem schwierigen Umfeld. Er bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr trotz geopolitischer Unsicherheiten und des harten Wettbewerbs in Europa. Bei den Vorausbuchungen auf Langstreckenflügen zeichne sich für den Rest des Jahres eine höhere Auslastung als im Vorjahreszeitraum ab.

Die Fluggesellschaft will nun ihre Flotte verjüngen und 60 Mittelstrecken-Jets vom Typ A220-300 bei Airbus bestellen, wie der Flugzeugbauer am Dienstag mitgeteilt hatte. Die erste Maschine soll im September 2021 ausgeliefert werden. Mit sparsameren Flugzeugen will Air France-KLM auch den weiter steigenden Kerosinpreisen entgegenwirken.

Das Unternehmen rechnet fürs Gesamtjahr mit 550 Millionen Euro Mehrausgaben für Treibstoff im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig will Air France-KLM ihre A380-Flotte bis zum Jahr 2022 komplett ausmustern.
© dpa-AFX | Abb.: Air France | 31.07.2019 08:52


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