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Ryanair stellt Lauda auf den Prüfstand

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Laudachef Andreas Gruber und Kabinencrew, © Laudamotion GmbH

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WIEN - Ryanair fordert von der hochdefizitären Österreichtochter mehr Effizienz und - droht mit einer eigenen Basis in Wien.

In einem Rundbrief an die Mitarbeiter kündigte Lauda-Chef Andreas Gruber "effizienzbildende" Maßnahmen an. Bis Mitte August soll mit dem Betriebsrat der bestehende Kollektivertrag entsprechend angepasst werden, um einen drohenden Personabbau von bis zu 30 Mitarbeiter zu verhindern.

So sollen vor allem die Dienstpläne flexibilisiert werden: die Crews sollen künftig mehr fliegen - für's gleiche Geld. Eine "sozialpartnerschaftliche Unart" nannte die Gewerkschaft vida das Vorgehen des Unternehmens, man stehe "sachlichen Gesprächen" aber offen gegenüber. Aktuell beschäftigt Lauda knapp 800 Mitarbeiter, davon 450 in Österreich.

Alternativ drohe die irische Mutter mit der Stationierung vier eigener Boeing-Jets in Wien, die im Wet-Lease das für die kommende Wintersaison geplante Wachstum übernehmen würden.

Die von Niki Lauda aus den Resten der Air Berlin-Tochter Flyniki gegründete Laudamotion nahm im Juni 2018 erstmals den Flugbetrieb auf und flog in ihrem ersten Betriebsjahr einen (geplanten) Anlaufverlust von 150 Millionen Euro ein. Seit August 2018 ist Lauda eine hundertprozentige Tochter der irischen Ryanair. Lauf Vorgaben der Mutter soll Lauda im Jahr 2020 die Gewinnschwelle erreichen.

Derzeit bedient Lauda ab den Basen Wien, Düsseldorf, Stuttgart und Palma mit 23 geleasten Airbusflugzeugen der Reihe A320/A321 ein Netzwerk mit über 70 Zielen. Im laufenden Jahr erwartet Lauda rund 6,5 Millionen Passagiere. Ryanair kämpft derzeit mit rückläufigen Gewinnen. Marktkrise, Brexit und späte Boeing 737-MAX-Auslieferungen belasten.
© aero.at | 02.08.2019 08:03

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Beitrag vom 02.08.2019 - 08:42 Uhr
Laudas "Taktik" hab ich nie verstanden, "seine" Fluggesellschaft immer an einen Billigheimer zu verscherbeln und bei Problemen zurück zu kaufen. Und den Deal mit Ryanair erst dreimal nicht wo ihm doch angeblich "seine" Angestellten so viel bedeudeten.
Beitrag vom 02.08.2019 - 08:11 Uhr
klar, MoL will nur zwei Dinge: maximalen Profit und (als Folge) maximalen Aktienkurs. Dazu ist ihm offensichtlich jedes Mittel recht.
Bei Lauda interessieren ihn nahezu nur die Slots, das vorhandene Gerät (derzeit fast GOld wert), nebenbei der Name / Bekanntheitsgrad, sowie Infrastruktur (von der man etliches nutzen, den Rest in die Tonne treten kann).
Und er weiß genau: es gibt (nicht nur) in dieser Branche reichlich Arbeit suchende, die auch zu suboptimalen Bedingungen bei ihm anheuern.


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