Michelle Ballarin
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Seltsames Ringen um die Marke WOW Air

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WOW Air Airbus A330-300, © Nicky Boogaard

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FORT WORTH - WOW Air ist am Boden, pleite und ohne Flugzeuge. Dennoch entspinnt sich ein bizarres Informationsgeflecht um die Rechte an der isländischen Airline-Marke. Galt vor wenigen Tagen die US-Amerikanerin Michell Ballarin als Käuferin, ist ihre Rolle nun wieder offen - und andere wollen zurückkehren.

Die Miteigentümerin an dem Unternehmen USAerospace Michell Ballarin schien sich ihrer Sache schon sehr sicher. In einem Interview mit der isländischen Presse skizzierte sie am 24. Juli ihre Pläne für eine "WOW2".

Mit 85 Millionen US-Dollar wollte sie die Airline wieder an den Start bringen. Anfangen wollte sie mit drei A321neo und, das wäre neu gewesen: zwei Frachtflugzeugen. Binnen zweier Jahre hätte die Flotte auf zehn bis zwölf Flugzeuge wachsen sollen.

Neben den bisherigen Zielen der WOW Air sollte WOW2 auch Washington Dulles anfliegen, den Firmensitz von USAerospace. Sollte, wollte, stopp: am 29. Juli meldet die isländische Presse, dass der Vertrag mit Ballarin nicht zustande gekommen ist, weil sie die vereinbarten 1,5 Millionen US-Dollar - ein erster Abschlag - nicht fristgerecht überwiesen hat.

Die Nachrichten sind so undurchsichtig wie Ballarins Lebenslauf. Laut "Foreign Policy" versuchte die Geschäftsfrau seit 2006, in Somalia einen Aufstand gegen islamistische Milizen zu organisieren, war 2008 an Verhandlungen mit somalischen Piraten beteiligt, die ein ukrainisches Schiff gekapert hatten. Pentagon und CIA sollen zu ihren Auftraggebern gehört haben.

Ballarin beschreibt sich selbst als entschiedene Anhängerin Donald Trumps und als religiös. USAerospace ist ein Wartungsunternehmen für Flugzeuge. Nun konkurriert sie mit anderen Interessenten um die Markenrechte von WOW Air. Als heiße Kandidaten werden ehemalige WOW Air-Mitarbeiter gehandelt. Arbeitstitel der Gruppe: WAB - kurz für We Are Back.
© aero.de (boa) | Abb.: Airbus | 30.07.2019 12:06


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