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Strenge Sicherheitskontrollen
Älter als 7 Tage

Ruhe am Hongkonger Flughafen

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Flughafen Hongkong, © HKIA

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HONGKONG - Nach heftigen regierungskritischen Protesten und Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei hat sich die Lage am Hongkonger Flughafen zunächst beruhigt. Am Mittwochabend (Ortszeit) protestierten kaum 100 Menschen auf dem Gelände.

Das berichtete eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur. Die Flughafengesellschaft hatte eine einstweilige Verfügung gegen Demonstranten erwirkt, um eine erneute Störung des Flugbetriebs zu verhindern.

Trotzdem herrschten weiter strenge Sicherheitsvorkehrungen. Reisende mussten vor Betreten des Terminals ihre Reiseunterlagen vorzeigen. Polizisten wachten über den Check-in-Bereich.

Tausende Hongkonger hatten ihre Proteste gegen die Stadtregierung und die Polizeigewalt in den vergangenen Tagen auf den Flughafen ausgeweitet und dort mit Sitzblockaden die Passagierabfertigung massiv behindert.

Sowohl am Montag als auch am Dienstag musste der Flugbetrieb deshalb vom Nachmittag an eingestellt werden. In der Nacht zum Mittwoch kam es zu schweren Ausschreitungen.

Am Tag verteilten Demonstranten Handzettel, auf denen sie sich bei den Touristen für die Störungen des Flugbetriebs entschuldigten. "Meiner Ansicht nach sollten wir uns entschuldigen", sagte der Protestteilnehmer Bruce Lee der dpa.

Dennoch sollten die Reisenden über die Spannungen informiert sein, fügte er hinzu. "Die Regierung hat keine Antwort für uns. Darum müssen wir handeln, damit andere Länder und Regierungen über die Situation Bescheid wissen", sagte er.

Am Mittwoch lief der Flugbetrieb wieder an. Zwar wurden noch immer viele Flüge als gestrichen angezeigt, Dutzende Flieger starten aber am Morgen und der Flughafen begann damit, den Rückstau der vergangenen zwei Tage abzuarbeiten. Der Flughafen ist das zentrale Drehkreuz für Langstreckenflüge über China und Südostasien.

Nachdem die meisten Protestler in der Nacht nach Hause gegangen waren, harrten am Mittwoch noch etwa 50 Demonstranten am Flughafen aus, wie die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" berichtete.



Gewalt im Terminal

Am Dienstag war es zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Dutzende Beamte mit Schlagstöcken, Helmen und Schilden drangen in den von Aktivisten besetzten Airport ein, der wegen der Blockade stundenlang komplett lahmgelegt war.

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Die Polizisten drangen nach offizieller Darstellung in das Flughafengebäude ein, um einem Mann zu helfen, der über Stunden von Demonstranten festgehalten und beschuldigt worden sei, ein Agent vom chinesischen Festland zu sein. Sanitäter brachten den Mann schließlich aus dem Flughafen. Vor dem Gebäude wurden demnach Polizeifahrzeuge angegriffen und Fenster eingeschlagen.

Verschiedene Medien hatten zuletzt über eine zunehmende Präsenz chinesischen Militärs an der Grenze zu Hongkong berichtet. Zu Beginn der Woche verbreiteten auch Staatsmedien Videos von gepanzerten Fahrzeugen der paramilitärischen Polizei, die in Shenzhen an der Grenze zusammengezogen wurden. Es habe sich um eine Übung gehandelt, hieß es dazu.

Die frühere britische Kronkolonie Hongkong wird seit der Rückgabe 1997 an China als eigenes Territorium autonom regiert. Anders als die Menschen in der kommunistischen Volksrepublik genießen die Hongkonger das Recht auf freie Meinungsäußerung sowie Presse- und Versammlungsfreiheit. Diese Rechte sehen viele nun in Gefahr.
© dpa-AFX, aero.de | Abb.: HKIA | 14.08.2019 08:34


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