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Cargo Logic Germany vor Erteilung eines AOC

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Cargologic Air Boeing 747, © Cargologic Air

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LEIPZIG - Startfreigabe unter Auflagen: Cargo Logic Germany erhält die lange angestrebte Betriebserlaubnis für Frachtflüge aus Leipzig. Konkurrenten hatten zuvor versucht, genau das zu verhindern.

Der Luftfrachtstandort am Flughafen Leipzig/Halle wächst. Wie die sächsische Staatskanzlei am Freitag mitteilte, erteilte das Bundesverkehrsministerium die Genehmigung für eine weitere Luftfracht-Airline unter Auflagen. Konkret geht es um das Unternehmen Cargo Logic Germany (CLG).

"Damit wird der Standort Leipzig/Halle als Luftfrachtdrehkreuz weiter gestärkt", erklärte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

Nach Angaben der Staatskanzlei will CLG mit zwei Flugzeugen des Typs Boeing 737-400F und einer Mannschaft von zunächst 35 direkten Mitarbeitern an den Start gehen. Die Pläne des Unternehmens sähen vor, den Ausbau der Flotte über die nächsten Jahre auf zehn Flugzeuge des gleichen Typs zu erweitern und die Mannschaft auf etwa 80 Mitarbeiter anwachsen zu lassen, hieß es.

Hinter der Airline stehen die russischen Geschäftsleute Alexey Isaikin und Sergey Shklyanik - die Bosse der Volga-Dnepr-Gruppe. 2015 haben sie mit Cargo Logic Air eine britische Tochterairline gegründet, um auch aus der EU internationale Frachtflüge mit Boeing 747 Vollfrachtern anbieten zu können.

Cargo Logic Germany wird nach den Worten ihres Chefs Ulrich Ogiermann hingegen ausschließlich Expressfracht innerhalb Europas fliegen und sich damit von Wettbewerbern wie Lufthansa Cargo abgrenzen.

Dennoch ist der Konkurrenz die Airline mit russischen Wurzeln ein Dorn im Auge.

Über das Konstrukt Cargo Logic verschaffe sich Volga-Dnepr durch die Hintertüre Zugang zum europäischen Luftfrachtmarkt und Wettbewerbsvorteile, lautet der zentrale Einwand. Demgegenüber verlange Russland von europäischen Frachtairlines hohe Überfluggebühren.

"Sowohl Cargo Logic Germany als auch die britische Cargo Logic Air sind Teil der Cargo Logic Holding, und die ist komplett unabhängig von der Gruppe Volga-Dnepr", hielt Ogiermann dem in einem Interview mit der "Deutschen Verkehrs Zeitung" entgegen.
© dpa-AFX, aero.de | 03.09.2019 09:17


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