Klimapolitik
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Grüne wollen Fliegen deutlich verteuern

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Start einer Lufthansa A340-300 auf dem Frankfurter Flughafen, © Deutsche Lufthansa AG

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BERLIN - Die Grünen im Bundestag wollen Fliegen über höhere Steuern verteuern - notfalls in einem nationalen Alleingang.

Die Bundesregierung müsse "endlich handeln", heißt es in einem Beschluss, den die Fraktion am Freitag auf ihrer Klausur in Weimar fasste. Auf Kerosin sollten wie auf Diesel oder Benzin Energiesteuern erhoben werden, auf alle Flugreisen solle die Mehrwertsteuer anfallen, heißt es dort weiter.

Bis das geregelt sei, solle die Flugverkehrssteuer verdoppelt werden. Flughäfen, die keinen Gewinn machten, sollten nicht gefördert werden. Für "besonders klimazerstörende, schadstoffreiche und laute Flieger" sollen nach dem Willen der Grünen die Start- und Landegebühren steigen.

Die Bundesregierung hatte auf dem Luftfahrtgipfel in Leipzig im August nationale Alleingänge in der Luftfahrtpolitik abgelehnt - und stattdessen auf Tempo bei der Einrichtung eines Single European Sky-Systems gedrängt.
© dpa-AFX, aero.de | 06.09.2019 13:49

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Beitrag vom 08.09.2019 - 10:50 Uhr

Nur sind die Flieger ja aber nicht vollständig mit diesen billigen Tarifen gefüllt. Zu den Preisen gibt es ja nur eine begrenzte Zahl Tickets während andere Passiere sehr wohl viel mehr bezahlen. Auch ist dann kein Gepäck etc. drin, was weitere Aufpreise bedarf. Am Ende sind die günstigen Tickets doch nichts anderes als mehr oder weniger Marketingmaßnahmen um den Flieger nicht zu 3/4 sondern ganz voll zu bekommen.

Genau DAS ist der Punkt,
man zeige mir den 'Billigflieger' der seine Flüge zu 100% mit 10€-Tickets füllt, also seine B737NG mit 189x10€ fliegen lässt.
Geschweige denn, dass man zu jederzeit zu jedem WUNSCHZIEL zur WUNSCHZEIT ein 10€-Ticket findet.
Ich bezweifle sogar, dass mit solchen Tickets das letzte 1/4 gefüllt wird. Da gibt es doch höchstens 10x die 10€-Tickets pro Flug. Das ist doch alles nur Marketing-Verarsche.

Daher schrieb ich zum Einen 10-60€ Tickets. Gerade bei Billiganbietern findet man in dem Bereich oft reale Angebote.
Zum Anderen erzeugt diese Art des Marketings natürlich einen Sog auf den Wettbewerb, mit eigenen Billigangeboten gegenzuhalten, so dass immer ein Grundstock an Billigangeboten verfügbar ist.
Zuletzt wird ja gerade in der Klimadebatte immer wieder den rechnerisch scheinbar nicht ganz so schlechten Verbrauch um 3.x l/100pkm ergeben, der sich uA aus aus den hohen SLFs ergibt.
Unterschlagen wird hierbei gerne dass die Klimawirksamkeit der Abgase in 10km Höhe etwa doppelt so hoch wie am Boden ist.
Denken wir uns dann noch die Last Minute Tickets und die 10€ Marketing Tickets weg, und wir landen bei einem realen SLV von vielleicht 50-70% und einem realen Verbrauch pro pkm von um die 6 Litern.
Klimawirksam wie ein Verbrauch von 12L/100pkm in Bodennähe.
Dadurch dass noch ein paar Personen mehr nahezu umsonst mitfliegen dürfen, wird der Flug ja nicht umweltfreundlicher...

Im Endeffekt geht es in der Klimadebatte tatsächlich darum, dass weniger geflogen werden soll um die Geschwindigkeit der Klimaveränderung, die so langsam in Fahrt kommt, zu bremsen und idealerweise zu stoppen.
Ja, das wird in der Branche Arbeitsplätze kosten.
Und ja, das wird Auswirkungen auf die Möglichkeiten ärmerer Schichten haben, mehrfach im Jahr in Urlaub zu fliegen.
Allerdings sind genau diese Schichten auch besonders stark von den sozioöknomischen Folgen einer weiteren ungebremsten Klimaerwärmung (Wohnen, Arbeit, Mobilität) betroffen, so dass es selbst für diesen Personenkreis keine rein negative Konsequenzen hat, wenn gegen Klimaerwärmung vorgegangen wird.

Eine Verteuerung der der billigsten Flugangebote oder zumindest der Abbau von Subventionen in dem Berreich wäre daher ein Schritt in die richtige Richtung.
Einer von vielen, die die Abkehr von fossilen Brennstoffen mit sich bringt.

Dieser Beitrag wurde am 08.09.2019 10:55 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.09.2019 - 17:39 Uhr

Nur sind die Flieger ja aber nicht vollständig mit diesen billigen Tarifen gefüllt. Zu den Preisen gibt es ja nur eine begrenzte Zahl Tickets während andere Passiere sehr wohl viel mehr bezahlen. Auch ist dann kein Gepäck etc. drin, was weitere Aufpreise bedarf. Am Ende sind die günstigen Tickets doch nichts anderes als mehr oder weniger Marketingmaßnahmen um den Flieger nicht zu 3/4 sondern ganz voll zu bekommen.

Genau DAS ist der Punkt,
man zeige mir den 'Billigflieger' der seine Flüge zu 100% mit 10€-Tickets füllt, also seine B737NG mit 189x10€ fliegen lässt.
Geschweige denn, dass man zu jederzeit zu jedem WUNSCHZIEL zur WUNSCHZEIT ein 10€-Ticket findet.
Ich bezweifle sogar, dass mit solchen Tickets das letzte 1/4 gefüllt wird. Da gibt es doch höchstens 10x die 10€-Tickets pro Flug. Das ist doch alles nur Marketing-Verarsche.
Beitrag vom 07.09.2019 - 16:22 Uhr

Selbst ein GM Hummer mit entsprechend hohem Sitzladefaktor kommt in den Bereich um 3 l/Passagier/100km ...
Was aber in Bezug auf Umwelt und Soziales denke ich mehr das Problem ist, ist die Förderung von Billigst-Mittelstrecken, die ohne die niedrigen Preise gar nicht geflogen würden.
Nur hier wäre eine mäßige Verteuerung wirksam um die schlimmnsten Auswüchse der Branche wie Städtereisen für 10-60€ etwas einzubremsen.

Nur sind die Flieger ja aber nicht vollständig mit diesen billigen Tarifen gefüllt. Zu den Preisen gibt es ja nur eine begrenzte Zahl Tickets während andere Passiere sehr wohl viel mehr bezahlen. Auch ist dann kein Gepäck etc. drin, was weitere Aufpreise bedarf. Am Ende sind die günstigen Tickets doch nichts anderes als mehr oder weniger Marketingmaßnahmen um den Flieger nicht zu 3/4 sondern ganz voll zu bekommen.


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