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Ethiopian Airlines sprengt eigenen Wachstumsplan

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Ethiopian Airlines Airbus A350-900, © Airbus

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ADDIS ABEBA - Ethiopian Airlines entwächst ihrem Drehkreuz. Trotz höherer Kerosinpreise, Konjunktur- und 737-Krise sprudeln bei Afrikas profitabelster Fluggesellschaft die Gewinne. In absehbarer Zeit braucht Ethiopian Airlines mehr Platz als der Bole Airport in Addis Abeba zur Verfügung stellen kann.

Ethiopian Airlines hat sich im Geschäftsjahr 2018/2019 (30. Juni) selbst überholt: nach einem 2010 erstellten Ausbauplan sollte die Airline erst 2025 so groß sein wie heute.

"Es war dennoch kein einfaches Jahr", sagte Airlinechef Tewolde Gebremariam am Mittwoch im staatlichen Fernsehen. Ethiopian Airlines-Flug 302 - der weltweit zweite Totalverlust einer Boeing 737 MAX - forderte am 10. März 157 Menschenleben. "Man testet die eigene Stärke auch in schwierigen Zeiten."

Wirtschaftlich stehe Ethiopian Airlines weiter ausgezeichnet da. Der Gewinn sei um 18 Prozent gestiegen, sagte Tewolde, nannte allerdings keine konkreteren Zahlen. Im Vorjahr hatte die Airline laut "Fana Broadcasting" einen Überschuss von 233 Millionen US-Dollar verbucht.

##chaviation[et]## Gleichwohl leidet Ethiopian Airlines unter dem aktuellen Handelskrieg zwischen den USA und China - den wichtigsten internationalen Zielmärkten im Netz der Airline.

"Wir haben zwar keinen Rückgang der Passagierzahlen gesehen", sagte der Manager - tatsächlich beförderte Ethiopian Airlines sogar 14 Prozent mehr Reisende als im Vorjahr. "Aber es gab einen Rückgang im Frachtgeschäft - und das bereitet uns Sorgen."

Neues Drehkreuz

Im aktuellen Geschäftsjahr werde Ethiopian Airlines ihre Flotte um 25 auf 144 Flugzeuge aufstocken und elf neue Strecken öffnen. Parallel dazu verhandelt Ethiopian Airlines über die Gründung neuer Ableger in Ghana und Nigeria. Am Heimatdrehkreuz Addis Abbeba wird der Platz hingegen langsam knapp.

"Der Bole Airport kann aus topografischen Gründen nicht weiter wachsen", sagte Tewolde über den Flughafen in der Hauptstadt Addis Abeba. "Er ist vom Stadtgebiet umgeben, also brauchen wir einen neuen Flughafen. Dieses Projekt sollte vier bis sechs Jahre dauern."
© Bloomberg News, aero.de | Abb.: Airbus, Boeing | 13.09.2019 05:51


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