Schlagabtausch mit XR
Älter als 7 Tage

Airbus-Cheflobbyist twittert sich um Kopf und Kragen

HAMBURG - Faschistoide Arbeitslose mit diktatorischem Absolutheitsanspruch: Alexander Reinhardt, Airbus-Chef für Regierungskontakte in Deutschland, hat seine Meinung über Klimaaktivisten von "Extinction Rebellion" auf Twitter frei herausgetippt. Die Tweets hat er inzwischen gelöscht, aus der Welt sind sie damit nicht.

"@ExtinctionR_DE u better NOT get in my way!!!!!" twitterte Reinhardt am Sonntagabend - "Kommt mir besser nicht in die Quere!"

Damit bezog er sich wohl auf die für den darauffolgenden Montag geplanten Blockaden der Klimaaktivisten von "Extinction Rebellion".

Foto
Airbus Head of Public Affairs Germany Alexander Reinhardt im Schlagabtausch mit Extinction Rebellion, © Screenshot des Twitter-Accounts von XR Team K vom 15.10.2019

Dem ersten Tweet folgt ein Wortgefecht zwischen Reinhardt und den Schreibern des deutschen Twitter-Accounts von "Extinction Rebellion". Dort legt Reinhardt den Aktivisten nahe, lieber arbeiten zu gehen statt zu demonstrieren und vergleicht die Logik hinter den Protesten mit der des Einmarsches der türkischen Armee in Syrien.

"Eure faschistoide Logosprache passt nahtlos zu Eurem diktatorischen Absolutheitsanspruch, der Eure Partikularinteressen rücksichtslos über das Allgemeinwohl stellt", schreibt er. "Mit der gleichen Logik marschiert die Türkei gerade in Nordsyrien ein."

Wenige Stunden nach dem Schlagabtausch hat Reinhardt die Tweets gelöscht und sich für den Tonfall entschuldigt. Für den Inhalt nicht. In seiner Profilbeschreibung hat er hinzugefügt, dass er auf dem Twitter-Account seine private Meinung widergibt, nicht die seines Arbeitgebers Airbus. Reinhardt ist dort Head of Public Affairs Germany.

Die Airbus-Presseabteilung bemüht sich in einer Stellungnahme darum, den Konzern von Reinahrds Äußerungen zu distanzieren. "Airbus möchte klarstellen, dass die von einem unserer Mitarbeiter am Wochenende via Twitter geäußerten Inhalte sowie die verwendete Sprache gegenüber Extinction Rebellion unangemessen waren und nicht die Meinung des Unternehmens widerspiegeln", heißt es darin.

Eine Stellungnahme zu möglichen Konsequenzen des Vorfalls hat die Airbus-Pressestelle gegenüber aero.de abgelehnt.

Sowohl Ton als auch Inhalte von Reinhardts Tweets kommen für Airbus zur Unzeit. Die gesamte Luftfahrtbranche kämpft derzeit um ein klimafreundlicheres Image. Öffentliche Anfeindungen eines einflussreichen und hohen Angestellten gegen Klimaaktivisten passen nicht in dieses Bild.
© aero.de (boa) | Abb.: Screenshot Twitter-Account XR Team K vom 15.10.2019 | 15.10.2019 10:47

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Beitrag vom 19.10.2019 - 22:09 Uhr
Modhinweis
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1 Beitrag bearbeitet, 3 Beiträge gelöscht. (Ot)
Fly-away Moderator
Beitrag vom 19.10.2019 - 14:49 Uhr
Wenn es denn nur so wenig beitragen würde:
Danke für den Hinweis. Habs korrigiert. Allerdings ist Methan trotzdem verglichen mit CO2, das tausende von Jahren chemisch stabil in der Atmosphäre bleibt, ein recht kurzlebiges Klimagas.

Dieser Beitrag wurde am 19.10.2019 14:52 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 19.10.2019 - 14:34 Uhr
Also sind wir uns einig. Jeder kann seinen Beitrag leisten, bringt aber unterm Strich Null. Meine zwei oder drei eingesparten Plastikbecher pro Jahr bewirken rein gar nichts. Die grüne Bahn fährt nach wie vor mit Braunkohlestrom und der innerdeutsche Flugverkehr wird CO2 neutral. Dass ich nicht lache, vom Ablasshandel mit Zertifikaten hat die Umwelt gar nichts.
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Modhinweis
Beitrag bearbeitet (Ot)
Fly-away
Moderator

Dieser Beitrag wurde am 19.10.2019 22:02 Uhr bearbeitet.


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