"Sky News"
Vor 5 Tagen

Flybe bittet britische Regierung um Geld

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Flybe Embraer E195, © Ingo Lang, edition airside

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LONDON - Akute Finanznot bei Flybe: Großbritanniens Regionalspezialist bittet laut einem Medienbericht die Regierung um Hilfe. Nicht einmal ein Jahr nach Übernahme durch ein Konsortium um Virgin Atlantic hat sich die Lage bei Flybe über das Wochenende zugespitzt. Flüge finden vorerst weiter statt.

Vor einem Jahr atmete Flybe auf: Virgin Atlantic, Stobart Air und Cyrus Capital bewahrten die gestrauchelte Regionalairline mit einer Zusage von 100 Millionen Pfund vor dem Aus. Als "Virgin Connect" sollte Flybe eine neue Rolle als Langstreckenzubringer für Virgin Atlantic einnehmen.

Nun stehen die Finanzen von Flybe wieder Spitz auf Knopf. Nach Informationen von "Sky News" erhöhen weitere Verluste den Kapitalbedarf und gefährden die Virgin-Lösung.

Über das Wochenende habe das Management mit der britischen Regierung über Notkredite verhandelt. Die Wirtschaftsberatung EY sei vorgewarnt und stehe für eine mögliche Verwalterrolle bereit, schreibt "Sky News" weiter.

Flybe will sich zu "Gerüchten oder Spekulationen" nicht äußern. Über Twitter teilte die Airline mit, dass Passagiere "wie geplant reisen können". Bei Flybe stehen 2.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Die Regionalairline stemmt mit 75 Flugzeugen rund die Hälfte des britischen Inlandsverkehrs aus London und unterhält viele Linien nach Kontinentaleuropa.

Sofern keine Lösung für Flybe gefunden wird, droht der britischen Airlineszene nach den Pleiten von Monarch Airlines, Primera Air und zuletzt Thomas Cook der Verlust einer weiteren Gesellschaft.
© aero.de | Abb.: Flybe | 13.01.2020 08:15


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