Lange Wartezeiten
Älter als 7 Tage

Lufthansa kritisiert Flughafenbetreiber Fraport

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Carsten Spohr, © Lufthansa

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FRANKFURT - Lufthansa-Chef Carsten Spohr wirft dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport angesichts immer wieder langer Wartezeiten für Fluggäste vor, die falschen Schwerpunkte zu setzen.

"Als größter Kunde wünsche ich mir, dass man an Deutschlands größtem Airport nicht von immer größeren Wachstumsraten träumt, sondern lieber von kurzen Warteschlangen", sagte Spohr der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ). "Dabei könnte helfen, dem Heimatflughafen wieder eine höhere Priorität zu geben. Das geht bei den vielen Aktivitäten im Rest der Welt offenbar manchmal verloren."

Der verkehrsreichste Flughafen Deutschlands ist mit seinen beiden in die Jahre gekommenen Terminals schon länger nicht mehr bereit für den Ansturm von etwa 70 Millionen Passagieren im Jahr und in der Spitze mehr als 240.000 Menschen pro Tag.

Das engste Nadelöhr sind die 179 Passagier- und Handgepäckskontrollstellen, die bis auf wenige Ausnahmen mit veralteter Technik ausgestattet sind und nicht einmal die Hälfte vergleichbarer Kontrollspuren anderer Flughäfen schaffen.

Fraport rechnet bis zum 23. Dezember mit einem erhöhten Passagieraufkommen und hatte Fluggästen empfohlen, jeweils zweieinhalb Stunden vor Abflug am Schalter zu sein. "Ich muss unsere Kunden immer wieder um Entschuldigung bitten, dass so etwas zum wiederholten Male am größten deutschen Flughafen passieren kann", kritisierte Spohr. Dem Frankfurter Flughafen täte aus seiner Sicht "mehr Fokus auf Qualität statt auf Quantität" gut.
© dpa-AFX, aero.de | 19.12.2019 17:02

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Beitrag vom 20.12.2019 - 12:26 Uhr
Ich kann die Erfahrung nur Bestätigen am besten über München oder Amsterdan reisen.
Beitrag vom 20.12.2019 - 10:48 Uhr
Ja - da hat er in diesem Fall schlicht und einfach völlig Recht. Frankfurt hat mir in den letzten Jahren in den Warteschlangen an den Sicherheitskontrollen noch jedes Mal ein Feeling dafür gegeben, wie es in der Sowjetunion unter Leonid Breschnew gewesen sein muss, wenn im einzigen Laden des Ortes plötzlich frische Bananen im Angebot waren. Besonders humorvolle Erlebnisse waren darunter, wenn einem, nachdem man zwei Stunden und länger in der Warteschlange vor einem Checkpoint gestanden hatte, dieser direkt vor der Nase geschlossen wurde, "weil wir jetzt Feierabend haben", und man sich dann in der Warteschlange nebenan noch einmal ganz hinten anstellen durfte - der Flieger war dann natürlich weg, wenn man nach einem halben Tag endlich die Sicherheitskontrolle passiert hatte.

Mit solchen Erfahrungen tut Fraport nicht nur der Lufthansa keinen Gefallen. Ich persönlich meide inzwischen jedenfalls den Flughafen Frankfurt wann immer es geht. Wie wir kürzlich erfuhren hat die Bundespolizei in Frankfurt aber trotzdem erhebliche Bedenken, dass die neuen Kontrollgeräte, die sonst überall tadellos funktionieren, dies auch in Frankfurt tun würden.
Beitrag vom 19.12.2019 - 21:29 Uhr
Ich fliege ca 40 mal im Jahr von Fra . Es ist ein Desaster . Es fängt an mit den veralteten Aufzügen . Lange Wege , die völlig unnötig wären wenn mehr Passkontrollstellen besetzt wären . Die Sicherheitskontrolle ähnelt mehr einem türkischen Basar mit Ein bisschen Parship . Wartezeiten sind im Vergleich zu UK Flughäfen ( außer MAN ) , Tokio oder Peking inakzeptabel. Herr Spohr hat Recht - Katastrophe!


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