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Ein Turboprop aus dem Hause Boeing Brasil

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ATR 72-600, © ATR

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SÃO JOSÉ DOS CAMPOS - 90 bis 150 Sitze - in dieser Größenordnung will Boeing Brasil mit Airbus konkurrieren. Doch das Joint Venture von Boeing und Embraer könnte auch zum Labor für einen neuen Turboprop werden. Dieser Markt gehört derzeit zu 80 Prozent der Airbus-Beteiligung ATR.

Die Idee ist nicht ganz neu: bereits 2017 verriet der damalige Embraer-Chef Paulo César Silva das Interesse seines Unternehmens am Turboprop.

"Wir sehen uns den asiatischen, europäischen und lateinamerikanischen Markt an", sagte der Manager damals. "Wir versuchen, alles abzuwägen, nicht nur die Größe, auch die Leistung, den Laderaum und neue Technologien." Eile bestünde dabei nicht.

Drei Jahre später könnte Boeing Brasil Commercial die Plattform für die Entwicklung eines neuen Turboprops werden. John Slattery, Chef des projektierten Joint Ventures, sieht darin sogar die Voraussetzung. "Ohne Joint Venture kein Turboprop", sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur "Reuters".

Zu hoch sei die Investition in eine komplette Neuentwicklung als dass Embraer sie alleine stemmen könne. Boeing und Embraer haben sich schon in der Beschreibung ihres geplanten Joint Ventures die Möglichkeit gesichert, ein Flugzeug in der Größenordnug 50+ zu entwickeln.

Slattery weist darauf hin, dass hybrid-elektrische Antriebe dabei eine bedeutende Rolle einnehmen werden. Aktuell verfolge Embraer neue Studien zu dem Thema.

EU-Kommission hat noch Fragen

Boeing und Embraer warten nach wie vor auf die Genehmigung ihres Joint Ventures durch die europäischen Wettbewerbshüter. "Wir haben von beinahe allen Gerichtsbarkeiten die Zustimmung für unser Unternehmen bekommen", sagte ein Embraer-Sprecher gegenüber aero.de. "Einschließlich in der US-amerikanischen, der chinesischen und der japanischen."

Ursprünglich sollte Boeing Brasil bis Ende 2019 in trockenen Tüchern sein. Die EU-Kommission hat die Prüfung des Joint Ventures jedoch bis April 2020 suspendiert und weitere Informationen eingefordert.

Update

Die Frage, ob die 737 MAX-Krise mit ihren Folgekosten in Milliardenhöhe eine Gefahr für das Joint Venture darstellen, hat der Embraer-Sprecher aero.de gegenüber inzwischen verneint.
© aero.de (boa) | Abb.: ATR | 22.01.2020 07:55

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Beitrag vom 22.01.2020 - 15:05 Uhr
GE entwickelt ein neues Turboprop-Triebwerk für Cessna: Es gibt Probleme und Verzögerungen
duch GE (und damit für Cessna)

Das ist ein Antrieb von Walter Tschechien ,die von GE aufgekauft wurden ,die Tschechische Firma ist eine sehr erfahrene ,jetzt heißen die Antriebe wie für die LET Eben GE80H oder GE85H ,die Zahl steht für 85H= 850Hp Leistung.
Die neueren Motoren wie für Chessna sind Weiterentwicklungen mit vielen 3D Komponenten.
Beitrag vom 22.01.2020 - 14:57 Uhr
Da rächt sich dann langsam das Airbus ATR nie in ein neues Modell hat investieren lassen.
Unterhalb der CS macht das absolut Sinn, das Problem ist weiterhin, woher soll ein neues Triebwerk kommen?

Man arbeitet auch daran ,in der Zwischenzeit wird am vorhandenen Gerät immer wieder nachgebessert ,zum Beispiel entwickelt man gerade eine ATR 42/600S für kurze Pisten wo man dann ab 800 Länge mit 40 Passagiere operieren kann ,damit will man Dash 8/100/200 ablösen die nicht mehr gebaut werden.
Der nächste Regional Flieger,wird Hybrid sein soweit hat man sich schon festgelegt ,dazu hat man eine Avro sich besorgt mit der man versuche durchführt.
Also ganz untätig ist man bei Airbus,Leonardos ATR nicht.
Beitrag vom 22.01.2020 - 14:48 Uhr
Was ist mit dem Triebwerk aus der A400?
Ist das evtl. für zivile Anwendungen geeignet? Wenn nein weshalb?
Weiß da jemand was fachlich fundiertes zu?

Das Triebwerke wäre ein bisschen zu größ da reichen zwei um einen Flieger der Größe eines A320 anzutreiben.
Dann ist da noch was mit der Zuverlässigkeit wie man weiß.
Im zivilen Bereich muß ein Flieger in der Luft sein und nicht bei der Wartung.


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